Handball
Der RTV Basel kann gegen den Favoriten aus Winterthur nur eine Halbzeit mithalten

Nach der Länderspielpause darf der RTV Basel in der 11. Runde der NLA zu Hause ran. Die drittplatzierten Gäste aus Winterthur stellen eine grosse Herausforderung dar. Der RTV zeigt in der ersten Halbzeit eine starke Leistung. Doch dann häufen sich die Fehler und der Basel verliert mit 23:36 (9:12).

Yahia Gohar
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36-mal muss RTV-Goalie André Willimann den Ball nach einem Treffer der Gäste aus dem Netz holen.

36-mal muss RTV-Goalie André Willimann den Ball nach einem Treffer der Gäste aus dem Netz holen.

Edgar Hänggi

Die Basler haben nicht den besten Start ins Spiel und liegen nach vier Minuten bereits mit 1:3 zurück. Dann bekommt Flügelspieler Maurus Basler eine Zeitstrafe. Mit einem Spieler weniger in der Verteidigung verschlechtert sich die Situation für den RTV und die Tordifferenz zwischen den beiden Mannschaften steigt an. In der achten Minute kommen die Gäste beim Abstand von 5:2 zu einem Penalty. Eigentlich eine ideale Gelegenheit, den Abstand zu vergrössern. Winterthurs Moustafa Sadok Hadj täuscht den Wurf zweimal an, ehe er wirft. Doch RTV-Torwart André Willimann reagiert blitzschnell und wehrt den Ball ab.

Diese Sieben-Meter-Parade lanciert die Aufholjagd der Männer in Schwarz. Der kubanische Rückraumspieler Jorge Paban Lopez erzielt zwei schnelle Tore und plötzlich liegt der RTV nur noch mit 4:5 zurück. Allerdings bekommt Basil Berger eine Minute später eine Zeitstrafe und schon wieder beginnt die Mühe für die Basler. Mit dem Nachteil der Unterzahl kann der RTV mit dem schnellen Tempo des Gegners im Angriff nicht mithalten. Trotz der starken Leistung des Torwarts kann Willimann naturgemäss nicht alle Würfe abwehren und in der 15. Minute führen die Gäste mit 9:5. Somit muss RTV-Trainer Ike Cotrina ein Time-out nehmen.

Held des ersten Viertels der Partei war der Torwart von Pfadi Winterthur, der Ex-Basler Dennis Wipf, an dem sich der RTV die Zähne ausbiss. Ohne ihn hätte die Anzeigetafel ganz anders gesehen. Wipf zeigt in den ersten 15 Minuten eine bärenstarke Partie, verbucht einige Big Saves und erreicht damit eine Paraden-Quote von 50 Prozent.

Immer ein paar Tore im Hintertreffen

Das Time-out zeigt kurzfristig keine Wirkung. Ganz drei Minuten dauert es, bis die Basler wieder einen Treffer markieren – den zum 6:10. Erneut versucht der RTV wieder ranzukommen. Und die Männer in Schwarz verwerten dazu drei Chancen. Beim Stand von 9:12 sind die Gastgeber wieder im Spiel. Danach erfolgen drei Tore von beiden Seiten und am Schluss der ersten Halbzeit liegt Pfadi Winterthur in Führung mit 15:12.

Es sind keine drei Minuten gespielt in der zweiten Halbzeit, da nimmt Ike Cotrina wieder ein Time-out. Denn was kurz nach der Pause zwischen dem RTV Basel und Pfadi Winterthur geschieht, gefällt dem Trainer gar nicht. Gleich nach dem Wiederanpfiff sind die Favoriten aus Winterthur voll im Spielmodus. Mit dem angeschlagenen sehr schnellen Tempo kommt die Abwehr der Basler nicht zurecht. Nach drei Minuten führen die Gäste mit sechs Treffern. «In der ersten Halbzeit waren wir gut vorbereitet und haben intensiv gespielt. Jedoch war unsere Verteidigung am Anfang der zweiten Halbzeit am Schlafen. Mit dem Time-out wollte ich die Mannschaft wieder im Spielmodus bringen», sagt auch Ike Cotrina nach dem Spiel.

Das Time-out erweist sich erneut nicht als effektiv. Die Verteidigung der Basler hat weiter zu kämpfen. Die gegnerische Mannschaft erzielt gnadenlos Tor um Tor und baut ihren Vorsprung aus. Die Gastgeber sind benachteiligt, weil ihnen aufgrund einer Spielsperre ihr Topskorer, Aleksander Spende, fehlt. «Weil Spende gefehlt hat, musste ich meinen Spielplanen ändern und wir mussten uns in der Verteidigung anpassen», sagt Cotrina. Doch der slowenische Rückraumspieler fehlt vor allem auch im Angriff, da der RTV viele seiner Chancen nicht verwerten kann.

So endet das Spiel mit 36:23 für den Favoriten Pfadi Winterthur. Die nächste Gelegenheit für die Basler zu punkten, bietet sich am Sonntag, wenn der RTV Basel auswärts in Schaffhausen spielt. Doch auch das ist eine sehr schwierige Aufgabe.

Hier geht's zu den Statistiken.

Die Bilder vom Spiel:

Zwei Ex-Kollegen im Infight: Dennis Krause vom RTV und der Ex-Basler in Diensten von Pfadi Winterthur Rares Jurca.
11 Bilder
Igor Cagalj im Vorwärtsgang.
Maurus Basler kommt von aussen frei zum Wurf.
Auch Igor Stamenov hat sich durchgekämpft und kommt zum Abschluss.
Dennis Krause dagegen hat gegen die Winti-Verteidigung einen schweren Stand.
Igor Cagalj traf in sieben seiner zehn Versuche ins Tor: eine starke Quote
Der kleine Stamenov ist für einmal der Grösste. Ob sein Pass Igor Cagalj am Kreis rechtzeitig findet?
Hier kommt Igor Cagalj frei zum Wurf.
Ismael Bela Esono Mangue hat als einziger Basler eine hundertprozentige Trefferquote aufzuweisen: Zwei von Zwei.
Dennis Krause wird auch hier gut bewacht.
Und André Willimann insgesamt viel zu oft bezwungen, um hier etwas mitzunehmen.

Zwei Ex-Kollegen im Infight: Dennis Krause vom RTV und der Ex-Basler in Diensten von Pfadi Winterthur Rares Jurca.

Edgar Hänggi

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