Handball-Playoffs
Diesmal war es eine klare Angelegenheit: Der RTV Basel verliert Spiel 2 gegen Pfadi Winterthur

Am Donnerstag konnte der RTV Basel die Winterthurer noch in ernsthafte Bedrängnis bringen. Im zweiten Spiel der Playoff-Serie gab es nun aber eine deutliche 25:34-Pleite. Am Samstag haben die Realturner noch eine letzte Chance, den Favoriten ins Wanken zu bringen.

Esteban Waid
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Es war nicht der Abend von Topskorer Aleksander Spende.

Es war nicht der Abend von Topskorer Aleksander Spende.

Edgar Hänggi (Archiv)

Noch keine Woche ist es her, da schnupperte der RTV Basel in Winterthur an der Sensation. Über weite Strecken der Partie konnten sich die Realturner gegen Pfadi Winterthur behaupten, nutzen deren Fehler aus, verloren aber am Ende knapp mit 19:22.

Die nächste Möglichkeit, die Winterthurer wenigstens in Bedrängnis zu bringen, bietet sich dem RTV dann an diesem Mittwochabend, zu Hause in der Rankhofhalle. Wie auch schon in Winterthur sind 50 Zuschauer zugelassen. «Schön, dass wir mal wieder Zuschauer in der Halle haben! Endlich mal wieder Applaus», begrüsst Meinrad Stöcklin über Mikrofon die 50 Zuschauenden in der Halle, kurz bevor die Hauptakteure selbst die Halle betreten.

Unter diesem Applaus beginnt dann auch endlich die Partie, die sich von Beginn an in einem anderen Licht präsentiert als noch am vergangenen Donnerstag. Pfadi Winterthur zeigt sich vom Anpfiff weg so, wie man sie schon im ersten Spiel erwartet hatte und vor allem mit weniger Fehlern. Trotzdem behält der RTV am Anfang die Führung. André Willimann im Tor der Basler kann in den ersten Minuten viele Bälle parieren.

Das Oberwasser hält aber nicht lange. In der 12. Minute ist es ausgerechnet Topskorer Aleksander Spende, der mit einem Fehlpass den Konter der Gäste einleitet. Kevin Jud verwertet daraufhin eiskalt. Es ist die erste Führung für Pfadi. Nach 23 Minuten sitzt RTV-Goalie André Williman dann bedröppelt am Boden. Aus den guten ersten 10 Minuten wurde ein 7:13-Rückstand, der bis zur Halbzeit auf ein 8:15 wächst. «So deutlich hätte ich mir das auch nicht vorgestellt», sagt Willimann nach dem Spiel, deutlich war es aber schon nach den ersten 30 Minuten.

Zu viele Fehler besiegeln die Niederlage

Und auch im zweiten Durchgang wird es nicht besser. Immer wieder können die Winterthurer allein auf Willimann zulaufen und so die einfachen Punkte mitnehmen. Hinzu kommen die vielen technischen Fehler, mit denen sich die Realturner den Wind selbst aus den Segeln nehmen. Es wollte einfach nichts zusammenlaufen.

Einen guten Tag erwischt hingegen der Schlussmann der Winterthurer, Dennis Wipf. Die eigentliche Nummer 2 ersetzt den verletzten Yahav Shamir. Bis letztes Jahr stand Wipf noch beim RTV unter Vertrag, heute macht er seinen ehemaligen Kollegen das Leben schwer. Allen voran Aleksander Spende scheitert ein ums andere Mal am starken Rückhalt. Auch dank ihm leuchtet am Ende ein klares 25:34 auf der Anzeigetafel.

«Letzte Woche war es ganz knapp. Heute haben wir es nicht geschafft, die Spannung hochzuhalten. Und Winterthur hat einfach jeden Fehler, den wir gemacht haben, ausgenutzt. Trotzdem bin ich stolz auf meine Jungs, weil wir im Moment konkurrenzfähiger sind als noch in den letzten Saisons», analysiert RTV-Trainer Darijo Bagaric nach dem Spiel, der vor allem den Teamspirit seiner Mannschaft hervorhebt, und ergänzt:

«Wir versuchen, in Winterthur noch was zu reissen, aber die Mannschaft wird sich nächste Saison noch verbessern.»

Eine ansehnliche Leistung leisten über die vollen 60 Minuten vor allem die Zuschauenden. Obwohl der Rückstand zum Schluss neun Punkte beträgt, wird weiter jedes Tor gefeiert. Und wenn dem RTV am Samstag in Spiel 3 nicht doch noch die Sensation gelingt, war es für diese Saison das letzte Heimspiel, das die Zuschauer im Rankhof bewundern konnten, denn dann scheidet RTV in Playoff-Viertelfinals aus. Winterthur führt mit diesem Sieg in dieser Best-of-five-Serie mit 2:0.