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Hier will FCB-Trainer Ciriaco Sforza in der Vorbereitung anpacken: «Es geht nicht um Medizinbälle»

FCB-Cheftrainer Ciriaco Sforza beobachtet das erste Training im neuen Jahr kritisch.

FCB-Cheftrainer Ciriaco Sforza beobachtet das erste Training im neuen Jahr kritisch.

Nach dem ersten Training im Jahr 2021 spricht FCB-Trainer Ciriaco Sforza über seine Winteranalyse, über physische Mängel, Weihnachtsspeck und mögliche Transfers.

Hatten Sie schöne Festtage?

Ciriaco Sforza: Ja. Ich habe Weihnachten und Silvester daheim mit der Familie zusammen verbracht. Im kleinen Kreis.

Müssen die Spieler zum Trainingsstart eigentlich noch auf die Waage? Kam einer zu dick zurück?

Von dem weiss ich nichts. Und davon will ich auch nichts wissen. Wichtig ist, was auf dem Platz passiert. Wir haben den Spielern gesagt, dass sie auch etwas geniessen dürfen. Natürlich haben sie aber auch ein Fitnessprogramm mit in die Ferien bekommen. Aber kurz erholen muss auch mal sein.

Hatten Sie als Spieler Probleme mit Übergewicht nach den Ferien?

Es gab sicher Momente, wo ich etwas zu schwer war. Aber wenn du mit Leistung zurückzahlst, ist das in Ordnung.

Gestern ging es wieder auf den Trainingsplatz. Nicht mehr dabei ist der Leiter Fitness Nacho Torreno. Können Sie uns verraten wieso?

Nein. Der Verein wird sich in den nächsten Tagen dazu äussern und klar kommunizieren. Wir konzentrieren uns auf das Geschehen auf dem Platz. Das haben wir auch heute gemacht. Mit Luis Suarez, Patrick Rahmen und Daniel Hasler haben wir gute Trainer im Team. Ich habe gesehen, dass die Mannschaft gut mitgezogen hat heute.

Wie haben Sie die Spieler erlebt?

Sie waren sehr lebendig. Man merkt, dass ihnen die Ferien gut getan haben. Die Mannschaft hat Energie. Das ist sehr toll. Mit und ohne Ball war das heute sehr dynamisch.

Pajtim Kasami und Heinz Lindner haben angeschlagen nicht trainiert, Taulant Xhaka und Valentin Stocker ein reduziertes Pensum abgespult. Können Sie uns ein Update zur Verletztensituation geben?

Wir wollen kein Risiko eingehen. Wir haben das alles medizinisch abgecheckt und lernen aus den letzten Wochen und Monaten. Auch bei Kleinigkeiten sollen die Spieler lieber ihr eigenes Training machen und ihre Wehwehchen vollständig auskurieren.

Haben Sie die strengen Wochen seit ihrem Einstand im September mit vielen Spielen und wenig Training analysiert?

Ja. Das haben wir. In den nächsten Wochen wollen wir die Mannschaft auf das nächste Niveau bringen.

Welche speziellen Themen sind Ihnen aufgefallen, worauf der Fokus jetzt gelegt werden soll?

Wir haben ein paar Tage mehr als noch im Sommer Zeit, um an der Physis zu arbeiten. Aber auch da müssen wir schauen, dass wir nicht in eine Verletzung reinlaufen. Aber auch im Spielerischen und in der Kompaktheit der Mannschaft können wir zulegen.

Wollen Sie taktisch etwas ändern?

Nein. Wir haben gesehen, dass die Mannschaft sehr dominant auftreten kann. Dass es noch nicht über 90 Minuten geht, ist mir klar. Aber daran arbeiten wir.

Fabian Frei hofft, dass Sie im angekündigten Ausdauertraining nicht die Medizinbälle auspacken. Können Sie ihn da beruhigen?

Es geht nicht um Medizinbälle, sondern darum, dass wir als Mannschaft besser werden. Wir lügen ja nicht, wenn wir sagen, dass die Mannschaft am Anfang 45 Minuten Rhythmus hatte, jetzt vielleicht 70 Minuten, teilweise auch etwas länger. Aber da haben wir noch Bedarf.

Heinz Lindner ist mit Oberschenkelproblemen in der Kabine geblieben. Djordje Nikolic ist wieder fit. Wie sieht es im Rennen um die Nummer 1 im FCB-Tor aus?

Es gibt ein offenes Rennen. Heinz hat das zwar sehr gut gemacht, aber jetzt hat wieder jeder seine Chance und dann werden wir sehen, wer spielt. Wir haben mit beiden Torhütern geredet. Das ist das wichtigste.

Was erhoffen Sie sich von der zweieinhalbwöchigen Vorbereitung, die zwar immer noch kurz aber doch etwas länger als im September ist.

Es geht nicht um Hoffnungen. Es geht um Tatsachen. Wir hatten im Sommer wirklich keine Zeit für eine gute Vorbereitung. Jetzt haben wir ein paar Tage mehr und wollen an uns arbeiten, damit die Mannschaft den nächsten Schritt machen kann.

Der FCB testet dreimal «nur» gegen Challenge-League-Klubs. Ist das ein Nachteil?

Nein. Die haben auch Niveau. Es liegt an uns, was wir aus diesen Freundschaftsspielen machen. Das ist eine Einstellungssache von unserer Seite.

Das Transferfenster ist in der Schweiz vom 16.1. bis zum 15.2. geöffnet. Reicht das Kader oder braucht es noch Verstärkungen?

Es kommen Spieler zurück, die lange verletzt waren. Wir beobachten die Situation. Wir wissen noch nicht, was intern und extern passieren wird.

Hätten sie persönlich gerne noch Verstärkungen?

Darum geht es nicht. Jeder Trainer hat seine Wünsche. Das ist bei mir auch so. Aber man muss auch die allgemeine Situation im Fussball anschauen. Da verstehe ich die Vereine, wenn sie kein Risiko eingehen wollen. Aber wir machen uns intern Gedanken und werden schauen, was auf dem Trainingsplatz und auf dem Transfermarkt mit den Spielern passiert.

Dieses Interview wurde in einer Medienrunde nach dem ersten Training aufgezeichnet.

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