Super League

Jetzt fordert der FC Lugano den neuen Leader Young Boys heraus

Torschütze Meschack Elia (Mitte) zeigte bei YB eine starke Leistung.

Torschütze Meschack Elia (Mitte) zeigte bei YB eine starke Leistung.

Die Tessiner und die Berner bauen ihre stolzen Serien aus, der FC Zürich beendet mit einem deutlichen Sieg in Vaduz seine Misere.

Am Wochenende, an dem wegen Coronainfektionen beim FC Basel und beim FC Sion die Partien gegen Lausanne-Sport und Servette verschoben und die drei anderen Spiele von gesamthaft lediglich 2776 Zuschauern verfolgt wurden, übernahm Meister Young Boys erstmals in dieser Saison die Tabellenspitze. Allerdings musste der 2:1-Sieg gegen Luzern nach einem Rückstand hart erkämpft werden. «Wir haben die Mentalität, ein Spiel zu drehen», sagte YB-Aufbauer Michel Aebischer hinterher. «Auf dem Kunstrasen sind wir auch ohne Fans eine Macht.»

Ein Widerspruch wäre nicht angemessen: Die Berner haben in der Super League nun 17 Heimspiele hintereinander gewonnen. Letztmals Punkte abgegeben haben sie zu Hause vor mehr als einem Jahr bei einem 1:1 gegen Basel, als das Wankdorf noch Stade de Suisse hiess. Zum letzten Mal in Bern ein Spiel verloren haben sie am 6. Oktober 2018 gegen Luzern (2:3) und sind damit auf eigenem Terrain seit 33 Partien ungeschlagen.

Dumm nur, dass sie am kommenden Sonntag auswärts in die Hosen müssen. Dann kommt es im Cornaredo zum Spitzenkampf zwischen dem Dritten und dem Ersten. Dieses Schlagerspiel haben sich die neben Lausanne und YB noch ungeschlagenen Tessiner mit einem 1:0-Sieg über den FC St. Gallen erarbeitet. Auch sie haben ihre Serien: Sie sind seit 14 Heimspielen ungeschlagen und insgesamt seit 13 Partien. Gegen die überlegenen St. Galler hatten sie bei ihrem 1:0-Sieg aber viel Glück und einen ausgezeichneten Goalie Noam Baumann zwischen den Pfosten.

Ousmane Doumbia zeigt gleich seinen Wert

Falls sich der vor knapp drei Wochen entlassene FCZ-Trainer Ludovic Magnin das Spiel seines Ex-Vereins in Vaduz am TV angeschaut hat, ist ihm vielleicht die folgende Frage durch den Kopf gegangen: Wäre ich noch im Amt, hätte ich Ousmane Doumbia schon zur Verfügung gehabt?

Der 28-jährige und vom FC Winterthur aus der Challenge League gekommene Aufbauer wurde bei seinem Debüt für Interimstrainer Massimo Rizzo zum Glücksfall. Nicht nur brachte der laufstarke Ivorer Stabilität ins Team, vor zwei Toren war er auch der Balleroberer. 4:1 besiegte der FCZ die Vaduzer in deren Rheinparkstadion und beendete seine Serie von elf Ligaspielen ohne Sieg. Präsident Ancillo Canepa liess am Rand des Spiels durchblicken, dass Rizzo mehr als eine Interimslösung darstellen könnte.

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Autor

Markus Brütsch

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