Nachdem Büchel das Rennen so schnell wie noch nie angegangen war und nach 400 Metern bei ca. 58 Sekunden passierte, setzte sie sich am Ende in einem packenden Endspurt gegen die Amerikanerin Chanelle Price, die Hallen-Weltmeisterin von 2014, um Haaresbreite durch und siegte in 1:59,21 Minuten. Büchel blieb damit zum zweiten Mal in ihrer Karriere unter zwei Minuten, nachdem sie vor zehn Tagen am Diamond-League-Meeting in Paris in 1:57,95 einen sensationellen Schweizer Rekord aufgestellt hatte und auf Rang 3 gelaufen war.

Dank ihrem Schweizer Rekord in Paris belegt Büchel weiterhin den vierten Platz in der Jahresweltbestliste. Von nun zwölf Rennen 2015 hat sie elf gewonnen. Im Frühjahr hatte Büchel in Prag in der Halle überraschend den EM-Titel über 800 m geholt.

Für starke Schweizer Leistungen in Luzern sorgten auch die Stabhochspringerin Nicole Büchler sowie die Hürdensprinterin Noemi Zbären. Büchler wurde hinter der Amerikanerin Sandi Morris mit 4,60 m Zweite und scheiterte auf der Schweizer Rekordhöhe von 4,71 m nur knapp. Die 31-jährige Seeländerin egalisierte damit ihre Saisonbestleistung erneut. Die frischgebackene U23-Europameisterin Zbären unterbot über 100 m Hürden trotz der Anstrengungen der letzten Tage in 12,90 Sekunden einmal mehr die WM-Limite für Peking und wurde in einem starken Feld Vierte.