Der Weltrekordhalter aus Kuba (12,87) benötigte einen starken Lauf, um den Überraschungsweltmeister Jason Richardson (USA/13,10) in Schach zu halten. Bereits an den WM in Daegu hatte Robles die Ziellinie als Erster überschritten. Doch sein vermeintlich erstes WM-Gold war ihm wegen der Behinderung von Liu Xiang (China) aberkannt worden.

Isinbajewa schwach

Vor zwei Jahren hatte die Stabqueen Jelena Isinbajewa auf ihren Nuller bei den WM in Berlin bei Weltklasse Zürich mit dem noch gültigen Weltrekord von 5,06 m geantwortet. 2011 blieb die Reaktion auf Rang 6 bei den WM in Daegu aus. 4,62 m bedeuteten bereits Endstation. Auch Weltmeisterin Fabiana Murer erging es nicht besser. Die belegte zusammen mit Isinbajewa ex-aequo Rang 3. Auch die Sieghöhe von Jennifer Suhr (USA) fiel mit 4,72 m bescheiden aus.

Die Kenianerin Vivian Cheruiyot kennt keine Gnade. Wie bei den beiden WM-Goldmedaillen über 5000 und 10'000 m hatte die Konkurrenz - vornehmlich aus dem eigenen Lager - auch in Zürich das Nachsehen. Mit dem Meeting-Rekord von 14:30,10 Minuten war die Kleinste (1,54 m/38 kg) die Grösste. Cheruiyot liess sich den Erfolg mit 50'000 Dollar versüssen. In dieser Prämie sind die 40'000 Dollar aus dem Diamond Race und die 10'000 Dollar für den Tagessieg addiert.

Im Diskuswerfen wies der zweifache Weltmeister Robert Harting den bald 40-jährigen Litauer Virgilijus Alekna (66,69) in die Schranken. Dem Hünen (2,01 m/129 kg) aus Deutschland reichten 67,02 m, um mit dem 17. Sieg in Serie seine ein Jahr andauernde Ungeschlagenheit zu wahren. Letztmals war Harting an den EM 2010 in Barcelona bezwungen worden.

Als drittjüngster Weltmeister der Geschichte reiste 400-m-Läufer Kirani James (Grenada) nach Zürich. Der 19-Jährige landete seinen nächsten Coup und siegte im Landesrekord von 44,36 Sekunden.