Pascal Mancini, Reto Amaru Schenkel, Alex Wilson und Marc Schneeberger verbesserten mit 38,62 Sekunden den bisherigen, 2010 an den Europameisterschaften in Barcelona erzielten Schweizer Rekord um sieben Hundertstel. Das Quartett musste sich bloss Jamaika und Grossbritannien geschlagen geben - die USA liess es hinter sich. Damit gelang den Schweizern eine eindrückliche Reaktion auf die Weltmeisterschaften in Daegu; in Südkorea hatten sie im Vorlauf beim zweiten Wechsel den Stab verloren.

Der Rekord ist auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele wichtig. Dort werden die besten 16 Teams laufen. Als Massstab werden die besten zwei Leistungen der Jahre 2011/12 herangezogen. Der Cut dürfte bei rund 38,8 Sekunden liegen.

Weitspringerin Irene Pusterla vermochte sich ebenfalls für die Weltmeisterschaften zu rehabilitieren. Die 23-jährige Tessinerin, in Daegu mit 6,34 m in der Qualifikation sang- und klanglos ausgeschieden, brachte es im dritten Versuch auf 6,60. Beinahe hätte sie damit das Podest erreicht, doch die Lettin Ineta Radevica, die WM-Dritte und Europameisterin von 2010, sprang im letzten Versuch einen Zentimeter weiter.