Der Romand Jarod Biya sicherte der Schweiz am frühen Freitagabend im Weitsprung Silber, nur Minuten später doppelte Annik Kälin mit Bronze im Siebenkampf nach.

Der Weitsprung-Wettkampf der Männer begann für die Schweiz wunschgemäss. Der 19 Jahre alte Biya setzte seine Konkurrenz früh unter Zugzwang. Gleich beim ersten Sprung landete Biya bei leichtem Gegenwind (0,4 m/s) bei 7,78 m, und setzte sich an die Spitze des Klassements. Dabei übertraf er seinen eigenen Schweizer U20-Rekord von 2017 um einen Zentimeter.

Einzig Jules Pommery vermochte die aufgestellte Bestweite des Schweizers noch erfolgreich anzugreifen. Mit seinem dritten Versuch fing der 18-jährige Franzose Biya noch an der Spitze ab. Pommery sprang dank persönlicher Bestweite (7,83 m) zu Gold. Bronze sicherte sich der Rumäne Andreas-Samuel Bucsa (7,53 m). Trotz Silber und Rekord war Biya mit seinem Wettkampf nicht vollends zufrieden: "Ich glaube, dass ich noch besser hätte sein können."

Keine Mühe, sich mit Bronze abzufinden, hatte Siebenkämpferin Annik Kälin. Und dies, obwohl die Bündnerin vor den abschliessenden 800 m noch auf Goldkurs gelegen hatte. In 2:19,81 klassierte sich die 19-jährige Schweizerin in ihrem 800-m-Lauf hinter Teamkollegin Mathilde Rey im 5. Rang, was im Schlussklassement zu Rang 3 reichte. Die Spanierin Maria Vicente, die die 800 m mit der zweitbeste Zeit (2:16,29) absolvierte, sicherte sich Gold. Silber ging an Kate O'Connor aus Irland. Als Bonus zur EM-Medaille gab es für Kälin zudem eine Premiere. Mit 6069 Punkten knackte sie erstmals die 6000-Punkte-Marke.