Super League
Im 13. Ligaspiel ist es passiert: Der FCB verliert gegen St. Gallen erstmals

Der FC Basel muss in der Super League erstmals das Feld als Verlierer verlassen. Gegen den FC St. Gallen kassiert das Team von Patrick Rahmen kurz vor Spielende den entscheidenden Treffer durch Elie Youan. Zuvor hatten beide Teams zwei Mal das Torgehäuse getroffen. Trotz Niederlage bleibt der FCB an der Tabellenspitze.

Jonas Stein
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Vor dem Spiel scheint St. Gallen-Trainer Peter Zeidler noch skeptisch zu sein.
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Noch vor Anpfiff wird Valentin Stocker für sein 400. Pflichtspiel für den FCB geehrt.
Die Muttenzerkurve gratuliert dem Captain mit einem Feuerwerk.
Das Spiel braucht keine Anlaufzeit. Arthur Cabral sucht bereits früh die Offensive.
Valentin Stocker ist nur mit einem Foulspiel aufzuhalten.
Die Fans der St. Galler lassen schwarzen Rauch aufsteigen.
Immer wieder versucht Liam Millar auf der linken Seite, an seinen Gegenspieler vorbei zu dribbeln.
Doch auch im FCB-Strafraum wird es gefährlich. Gleich zwei Mal treffen die Ostschweizer den Pfosten.
Andy Pelmard ist teilweise dauerbeschäftigt. Nicht immer kann er die pfeilschnellen Espen aufhalten.
In dieser Szene vergibt Elie Youan eine St. Galler Topchance.
Auch Raoul Petretta muss sich strecken, um den Ball zu erreichen.
Nach der Pause ist der FC Basel häufiger in der Offensive anzutreffen.
Doch auch St. Gallen bleibt mit Gegenangriffen gefährlich.
Peter Zeidler ist mehrmals an der Seitenlinie ausser sich.
Dan Ndoye versucht sich durchzusetzen. Doch die Lücke in der Abwehr der Gäste findet er nur selten.
Nasser Djiga verursacht mit einem groben Patzer in der zweiten Hälfte die grösste Chance für St. Gallen.
Pajtim Kasami trifft gegen St. Gallen zwei Mal nur das Torgehäuse.
Kurz vor Spielende dann der Schock: Elie Youan kommt nach einer Ecke völlig frei zum Kopfball...
... und bezwingt Heinz Lindner im Tor.
Der FC St. Gallen bejubelt den Siegtreffer. Denn beim 1:0 bleibt es.
Patrick Rahmen war schon vor einer Woche gegen den FCZ unter Druck. Jetzt sieht es nicht anders aus.

Vor dem Spiel scheint St. Gallen-Trainer Peter Zeidler noch skeptisch zu sein.

Marc Schumacher / freshfocus

Das Spiel: Ein gut gefülltes Stadion, eine grosse Jubiläumsfeier für Stocker und ein hoher Besuch in Person von Roger Federer bilden die perfekte Stimmung für einen aufregenden Fussballsonntag zwischen dem FC Basel und dem FC St. Gallen. Rotblau ist früh bestrebt, den erneuten Fehltritt der Young Boys zu bestrafen und die Tabellenführung auszubauen. Basel startet aktiv und bemüht in die Partie und kommt früh zu vielversprechenden Torchancen. Pajtim Kasami vergibt zuerst alleine vor Torhüter Zigi und nur einige Minuten später ist es erneut Kasami, der für einen höheren Puls der Zuschauer verantwortlich ist. Sein Abschluss trifft jedoch nur den Pfosten. Was danach passiert, ist aus Basler Sicht nicht zu erklären. St. Gallen scheint durch den Pfostenschuss wachgerüttelt und startet ein 25-minütiges Powerplay. Zuerst trifft Elie Youan nur den Innenpfosten, drei Minuten später klärt Nasser Djiga in letzter Not vor der Linie. Basel meldet sich offensiv komplett ab und scheint in der Defensive überfordert zu sein. Ein weiterer Pfostenschuss von Isaac Schmidt und ein aberkanntes Abseitstor von Kwadwo Duah runden die erste Halbzeit ab. Basel duselt sich mit einem Unentschieden zum Pausentee.

Patrick Rahmen scheint in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden zu haben, denn Rotblau wirkt zu Beginn der zweiten Halbzeit konzentrierter und zielstrebiger. Die Fans warten aber bis zur 60. Minute auf eine vielversprechende Torchance des Heimteams. Arthur Cabral wird durch eine abgelenkte Hereingabe von Darian Males am Kopf getroffen, der Ball fliegt aber deutlich über das Tor. Der FC Basel taucht anschliessend beinahe im Minutentakt vor dem St. Galler Tor auf, abgesehen von einem Kasami-Lattenknaller in der 66. Minute bleibt die grosse Torgefahr jedoch aus. Die Espen scheinen mit dem 0:0 zufrieden zu sein und nutzen jede Gelegenheit, um das Resultat über die Zeit zu retten. Basel sucht mit aller Vehemenz den Dosenöffner. Doch das Tor vor der Muttenzerkurve scheint von einem Fluch belegt zu sein, denn Males' Schuss in der 81. Minute streift wieder nur die Latte. Das Tor fällt dann doch noch, aber auf der anderen Seite: Der auffällige Youan trifft nach einem St. Galler Eckball in der 87. Minute per Kopf mitten ins rotblaue Herz. Der FCB schafft den Turnaround nicht mehr und die erste Liganiederlage der Saison ist Tatsache.

Patrick Rahmen befindet sich somit in einer Art «Mini-Krise». Seine Mannschaft verlor zwei der letzten vier Spiele und konnte keines davon gewinnen. Nichtsdestotrotz grüsst der FC Basel weiterhin von der Tabellenspitze. Zürich und YB liegen jedoch nur einen respektive vier Punkte hinter ihm.

Der Beste: Pajtim Kasami leistet sich zwar Ballverluste im Mittelfeld, sorgt aber dennoch für die grösste Basler Torgefahr und sticht aus einem durchschnittlichen Kollektiv leicht heraus. Zuerst taucht er allein vor Torhüter Zigi auf und vertändelt den Ball, anschliessend trifft er einmal den Pfosten und einmal die Latte.

Das gab zu reden: Valentin Stocker steht überraschenderweise in der Startformation und absolviert sein 400. Pflichtspiel für Rotblau. Die Muttenzerkurve zündet ein Feuerwerk, der Stadionsprecher ehrt den frisch verheirateten Captain mit einem Blumenstrauss, Sprechchöre hallen durch das gut gefüllte Joggeli. Stocker kann jedoch nicht überzeugen und wird folgerichtig in der 58. Minute durch Males ersetzt.

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