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Der FCB fertigt den FCZ im Klassiker mit 4:0 ab und qualifiziert sich für die Conference League

Der FCB revanchiert sich beim FC Zürich auf eindrückliche Art und Weise für die drei bisherigen Niederlagen in dieser Saison. Das Team von Patrick Rahmen gewinnt gegen den Rivalen gleich mit 4:0. Der zweite Platz ist dem FCB damit kaum mehr zu nehmen.

Riccardo Ferraro
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Lachen für die Kamera: Der FCB freut sich über den Einzug in die Conference League.
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Hängede Köpfe beim Gegner. Immerhin spielt der FC Zürich auch nächste Saison erstklassig.
Das Spiel zwischen dem FCB und dem FCZ war nur selten eines auf Augenhöhe.
Matias Palacios blickt dem Ball nach.
Raoul Petretta erzielt seinen ersten Doppelpack in der Super League.
Ein solcher Moment muss gefeiert werden.
Die Mitspieler herzen Petretta nach dessen Premiere.
Pajtim Kasami springt höher als sein Gegenspieler und erzielt das 3:0.
Der Mittelfeldspieler feiert den Treffer auf seine Art.
Der FCB ist im Klassiker oftmals nur mit Foulspielen zu stoppen.
Arthur Cabral versucht es akrobatisch, doch der Brasilianer scheitert.
Ein Bild mit Symbolcharakter: Der FCB ist dem FCZ deutlich überlegen.
Schon vor der Pause führt das Heimteam mit 2:0.
Da ging das Toreschiessen los. Petretta erzielt das 1:0.
Während der FCB jubelt, sind die Gäste konsterniert.
Valentin Stocker spielt den Ball nach vorne.
Ein Zerren und ein Reissen: Cabral versucht, Dzemaili am Pass zu hindern.
Der Knackpunkt: Nathan säbelt zuerst zwei Mal am Ball vorbei und dann auch noch Zhegrova um.
Der Brasilianer wird schon nach fünf Minuten des Feldes verwiesen.
Die perfekte Motivation schon vor Anpfiff: FCB-Fans bereiteten ein riesiges Banner vor.

Lachen für die Kamera: Der FCB freut sich über den Einzug in die Conference League.

Marc Schumacher / freshfocus

Das Spiel: Für beide Teams war das Spiel für ihren Saisonabschluss entscheidend. Sowohl der FCB als auch der FC Zürich benötigten die drei Punkte, um entweder in die Conference League einzuziehen oder aber den Abstieg zu verhindern. Der FCB begann stark und setzte die Zürcher schon früh unter Druck. Gerade über die Flügel kamen Stocker und Zhegrova oft an den Ball. Eben dieser Zhegrova war für die wohl spielentscheidende Szene verantwortlich. Nach einem Rückpass von Dzemaili und dem starken Druck des Kosovaren brachte Nathan zwei Mal den Ball nicht weg und bremste dann Zhegrova als letzter Mann. Die logische Konsequenz: die direkte rote Karte. Der FCZ versuchte in der Folge defensiv kompakt zu stehen und stellte beide Viererketten sehr eng zusammen. Als Folge der Überzahl hatte der FCB über aussen aber noch mehr Platz und Zeit. Folgerichtig entstanden die Tore auch aus eben diesen Flügelsituationen. Beim ersten Tor kam Zhegrova in Robben-Manier von aussen, legte den Ball in die Mitte, wo aber Stocker vorerst nicht verwerten konnte. Der aufgerückte Aussenverteidiger Petretta kam aber zum Handkuss und verwandelte sicher. Auch beim zweiten Tor konnte die erste Passstation, in diesem Fall Males, den Ball nicht verwerten. Diesmal war es Zhegrova, der erbte und ins lange Eck einnetzte.

In der zweiten Halbzeit versuchte das bis anhin sehr passive Zürich, sich nochmals die eine oder andere Offensivszene zu erspielen. Der FCB kam aber nie ernsthaft in Gefahr, den Vorsprung zu verspielen. Zhegrovas Leistung blieb zwar defensiv manchmal zu verspielt, offensiv aber hatte er immer wieder Glanzpunkte. So war er für den Assist zuständig, der zum 3:0 von Kasami führte. Fabian Frei, der als Ersatz für den gelbgesperrten Klose in der Innenverteidigung spielte, hatte defensiv derart wenig zu tun, dass er sich immer wieder mit starken Diagonalbällen und Flanken am Spielaufbau seines Teams beteiligte. Eine dieser Flanken kam ohne Berührung auf den zweiten Pfosten, wo Raoul Petretta wieder aufgerückt war und seinen persönlichen Doppelpack schnürte. Es war der erste in seiner Profikarriere.

Der FC Zürich kam auch aufgrund der frühen roten Karte nie wirklich ins Spiel. Dank dem Sieg von Servette gegen Vaduz konnten aber auch die Stadtzürcher ihr Ziel erreichen und den Nichtabstieg klar machen.

Der Beste: Raoul Petretta nutzte den Platz, der ihm vom FCZ zur Verfügung gestellt wurde, gerne aus. Defensiv war er nie richtig gefordert. Daher konnte er seine Energie in die Offensive stecken. Lohn dafür war sein erster Profi-Doppelpack.

Das gab zu reden: Nach dem Spiel versammelte sich die ganze Mannschaft des FCB auf dem Rasen und machte ein Gruppenfoto. Auf Nachfrage wussten weder Petretta noch Cömert, wieso genau dieses Foto entstand. Patrick Rahmen brachte dann aber Licht ins Dunkel und sagte, dass es sich um ein Foto handelte, bei dem das ganze Team das Erreichen der Qualifikationsplätze für die Conference League festhalten sollte.