Mindestens einmal hat Serena Williams jedes der vier Grand-Slam-Turniere schon gewonnen. Insgesamt hat sie 14 Major-Titel in ihrem Palmares stehen. Einen Monat nach ihrem Triumph bei den Championships in Wimbledon steht die Amerikanerin nun auch unter den olympischen Ringen zum ersten Mal im Einzel ganz oben - und vervollständigte so den "Golden Slam".

Zuvor hatten dies bislang nur Steffi Graf, Andre Agassi und Rafal Nadal geschafft. Für eine Premiere sorgte Serena Williams gleichwohl. Als Einzige gewann sie zusätzlich auch schon Olympia-Gold im Doppel. An der Seite ihrer älteren Schwester Venus gelang ihr dies sogar schon zweimal, nämlich 2000 in Sydney und vor vier Jahren in Peking. Und auch in London greifen die Williams-Schwestern wieder nach Gold. Sie gewannen gegen die Russinnen Maria Kirilenko/Nadia Petrowa 7:5, 6:4 und treffen nun in der Neuauflage des Wimbledonfinales auf Andrea Hlavackova/Lucie Hradecka aus Tschechien.

Im Einzel-Final gegen Maria Scharapowa setzte Serena Williams ihre unwiderstehlichen, souveränen Auftritte der letzten Tage fort. Ihre Überlegenheit war auch gegen die Russin frappant. Maria Scharapowa, nach ihrem Sieg im French Open kurzzeitig wieder als Nummer 1 im Ranking geführt, entging nur knapp der "Höchststrafe", einem 6:0, 6:0. Serena Williams' einsame Klasse in dieser Olympia-Woche dokumentieren die Resultate in ihren sechs Partien. In den zwölf gewonnenen Sätzen gab sie insgesamt nur 17 Games ab, im Durchschnitt aber nicht einmal ganz anderthalb Spiele.

Die Bronzemedaille sicherte sich die Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka. Die Weissrussin schlug im Spiel um Platz 3 die Russin Maria Kirilenko 6:3, 6:4.

Im Männer-Doppel setzten sich die Zwillingsbrüder Bob und Mike Bryan gegen die Franzosen Michael Llodra/Jo-Wilfried Tsonga 6:4, 7:6 durch. In Peking 2008 hatten sich die Bryan-Brüder noch mit Bronze zufrieden geben müssen. Bronze ging ebenfalls nach Frankreich: Julien Benneteau und Richard Gasquet gewannen 7:6, 6:2 gegen die Spanier David Ferrer/Feliciano Lopez.