Als erster Schweizer überhaupt kann er den Grand Prix des CSI Basel gewinnen und besiegt den Fluch, der auf Basel lastete. Fuchs kassiert nicht nur 100 000 Franken, er zaubert auch OK-Präsident Willy Bürgin ein Lachen aufs Gesicht. Es war der grösste Wunsch des 81-jährigen Veranstalters endlich mal die Schweizer Nationalhymne zu spielen. «Die Schweizer Reiter haben mich nicht im Stich gelassen. Ich bin sehr glücklich, dass es so rausgekommen ist», sagt Bürgin.

In der Tat haben die Schweizer an diesem Sonntag zu überzeugen gewusst. Fünf Schweizer Paare qualifizierten sich für den zweiten Durchgang – mit Werner Muff auf Platz 2 und Martin Fuchs ganz oben feierten sie gar einen Doppelsieg. «Ich bin zufrieden mit meinem Resultat», sagt Muff, «ich wollte in erster Linie mal sicherstellen, dass ein Schweizer gewinnt. Und Martin war heute einfach besser, er hat verdient gewonnen.»

Triumphierte im Grand Prix des CSI von Basel: Martin Fuchs auf Clooney

Triumphierte im Grand Prix des CSI von Basel: Martin Fuchs auf Clooney

Sein Sieg ist keine Überraschung. Fuchs gehörte zu den Top-Favoriten und er kündigte an, dass er in Basel um den Sieg reiten will. Der Druck auf ihm war immens und er wuchs sogar noch an. Schon im ersten Durchgang lag der Sohn von Thomas und Renata Fuchs in Führung. «Mir macht das nichts aus», sagt der strahlende Sieger nach seinem Triumph. «Ich habe vor der letzten Hürde gemerkt, dass es reicht und deshalb sogar noch einmal ein bisschen Tempo rausgenommen, um sicher über den Sprung und die Ziellinie zu kommen.»

Für ihn ist es der bisher wichtigste Triumph. Zwar hat Fuchs schon andere 5-Sterne-Events gewonnen, aber nicht einen Grand Prix vor Heimpublikum. Noch höher stuft er allerdings das Weltcup-Springen in zwei Wochen in Zürich ein. «Ich war dort schon als kleiner Bub mit dabei, habe immer gute Resultate rausgeritten. Es ist mein grosses Ziel auch in Zürich zu gewinnen», so Fuchs.

Basel bald Weltcup?

Wie in Basel wird er auch in Zürich mit Clooney antreten, seinem Paradepferd. Der zwölfjährige Wallach lässt Fuchs frohlocken: «Er ist eines der besten Pferde der Welt. Früher hatten wir noch Probleme mit der Schnelligkeit. Aber er wurde von Springen zu Springen schneller und unterdessen ist er extrem konstant und hat eine riesige Übersicht im Parcous.» Erst vor zwei Wochen hat Besitzer Luigi Baleri Clooney zur Gänze erworben und Mitbesitzerin Sabina Cartossi ausbezahlt. Wie hoch diese Zahlung ausfiel, darüber will niemand sprechen, mit Sicherheit aber kassierte Cartossi einen siebenstelligen Betrag.

Während Clooney nach Zürich eine Pause kriegt, geht es für Veranstalter Bürgin schon am Dienstag wieder los. Und schon in zwei Wochen beginnen die Vorbereitungen für die zehnte Ausgabe des CSI Basel. Dann soll er den Weltcup-Status haben. Wenn denn alles klappt und der internatioinale Pferdesportverband FEI gewisse Reglemente zu lockern bereit sei, wie Bürgin betont.