Wer in der heimischen Meisterschaft das Weltklasseteam von Volero Zürich besiegen kann, der muss sich vor zwölf routinierten Rumäninnen aus Bacau nicht verstecken. Mit diesem Motto gingen die Spielerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen in die Partie. 

Der Rahmen lud nahezu zu Höchstleistungen ein. Und das in den letzten Wochen gross auftrumpfende Team von Head-Coach Andreas Vollmer, der seine Volleyballerinnen ausgezeichnet auf diesen unbekannten Gegner eingestellt hatte, enttäuschte seine Anhänger nicht.

Ein Start nach Mass

Im Startsatz lagen die Gastgeberinnen beim ersten technischen Time-Out dank Punkten von Jazmine White und Routinier Anu Ennok mit 8:4 in Front und bestimmten das Geschehen. Doch die Rumäninnen fingen sich vor allem wegen Captain Denisa Adriana Rogojinaru und gingen ihrerseits mit 16:14 in Führung.

Die Baselbieterinnen liessen sich davon nicht entmutigen und versuchten den starken Block der grossgewachsenen Gegnerinnen zu umspielen.

besserer Start

Dies gelang in der Folge nicht immer optimal, was den Gästen einige Punkte einbrachte (21:17). Es war Mittelblockerin Madlaina Matter, die mit ihren mutigen Angriffen nochmals die Hoffnung aufleben liess und den Rückstand bis auf einen Punkt verkürzen konnte (23:22).

Doch die Mannschaft des seit 30 Jahren trainierenden Florin Grapa, der in Aesch aufgrund seiner Flugangst von seinem Assistenten Aurel Cazacu vertreten wurde, hatte den etwas längeren Atem und brachte den Satz trotz schlechtem Beginn noch knapp nach Hause. Im zweiten Satz gelang dem Team von Vollmer erneut der bessere Start. Diesmal zog man die Geschwindigkeit an und führte beim zweiten technischen Time-Out mit 16:10.

Zwischenspurt der Aussenseiterinnen

Mit einer infolge einiger zweifelhaften Schiedsrichterentscheiden ziemlich geladenen Maja Storck, welche wegene Reklamierens die gelbe Karte erhielt, machte Sm’Aesch Pfeffingen den Sack zu und holte sich den Satzausgleich mit einem klaren 25:16.

Jetzt waren die Baselbieterinnen endgültig im Spiel. Es war im dritten Satz eine weiterhin über sich hinauswachsende Storck, sowie die jetzt ebenfalls den Tritt gefunden zu habende US-Amerikanerin Nicole Walch, welche wieder einen Superstart erwischten und mit 8:3 in Führung lagen.

Nun entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in welchem jeder Punkt hart umkämpft war. Beim Spielstand von 9:8 kam wie von Zauberhand der Zwischenspurt der Aussenseiterinnen, der in einem nie mehr gefährdeten 25:15 zugunsten von Sm’Aesch Pfeffingen gipfelte.

Nach diesem doch eher überraschenden Satzrückstand waren die Routiniers aus Bacau gefordert und schlugen gnadenlos zurück. Vor allem in der Blockarbeit und in der Felddefensive hatte Bacau jetzt Vorteile und lag beim zweiten technischen Time-Out des vierten Satzes mit 16:11 in Führung. Trotz heftiger Gegenwehr konnte Sm’Aesch diesen Rückstand nicht mehr wettmachen, sodass ein Tie-Break diesen Match entscheiden musste.

Hochspannung pur

Mit einem an der Seitenlinie immer lauter werdenden Bacau-Trainer wurde die Athmosphäre immer hektischer.Beim Seitenwechsel führte Sm’Aesch Pfeffingen noch mit 8:7, ehe der bessere Block aufseiten Bacaus dieses Spiel zugunsten der insgesamt glücklicheren Gäste entschied.

Ziemlich leer war dann auch nach der aufwühlenden Partie Madlaina Matter: «Nach der Überlegenheit im zweiten und dritten Satz haben wir es verpasst, den Sack zuzumachen und dadurch den Gegner zurück ins Spiel gebracht. Trotzdem, oder gerade deswegen, sind wir beim Rückspiel in zwei Wochen sicher nicht chancenlos.» Wenn das keine Kampfansage ist.