Sebastian Vettel holte sich nach dem schwachen Freitags-Training überraschend die Pole-Position für den Grand Prix Singapur. Die Mercedes-Fahrer starten nur aus der dritten Reihe.

Alles deutete darauf hin, dass die Fahrer von Red Bull-Renault die Frontreihe besetzen würden. Doch der Wahl-Thurgauer Vettel zauberte im Ferrari eine Fabelzeit in den Nachthimmel von Singapur und steht zum 49. Mal auf dem besten Startplatz und zum vierten Mal auf dieser Strecke. Der 30-jährige Deutsche und vierfache Weltmeister unterbot die Pole-Position-Zeit des zurückgetretenen Champions Nico Rosberg aus dem Vorjahr um nicht weniger als 3,093 Sekunden.

Der Niederländer Max Verstappen verlor als Zweiter 0,323 Sekunden, sein australischer Teamkollege Daniel Riccardo steht als Dritter in der zweiten Reihe neben Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen. Das Mercedes-Duo mit Lewis Hamilton (5./0,635 zurück) und Valtteri Bottas (6./1,319) startet nur aus der dritten Reihe.

Hamilton steigt am Sonntag um 14 Uhr Schweizer Zeit mit einem Vorsprung von 3 Punkten auf Vettel ins 14. Saisonrennen. Gemäss Statistik sind seine Siegchancen eher gering: Seit 2008 haben nur zweimal nicht die Pole-Setter den GP auf der 5,065 km langen Strecke mit 23 Kurven, gewonnen: 2008 Felipe Massa und der Brite selber im Jahr 2012.

Wegen eines Unfalls im dritten freien Training musste am Sauber-Ferrari von Marcus Ericsson das Getriebe gewechselt werden, was eine Strafe von fünf Startplätzen zur Folge hatte. Folgenlos, weil der Schwede ohnehin im Qualifying die langsamste Zeit hinter seinem deutschen Teamkollegen Pascal Wehrlein herausfuhr.