Formel 1

Auch GP in Montreal verschoben - Geisterrennen in der Formel 1?

Tief und grau hängen die Wolken über dem Albert Park in Melbourne, wo am 15. März die Formel-1-Saison hätte eröffnet werden sollen

Tief und grau hängen die Wolken über dem Albert Park in Melbourne, wo am 15. März die Formel-1-Saison hätte eröffnet werden sollen

Der Saisonstart in der Formel 1 verschiebt sich wie erwartet weiter. Nun fällt auch der am 14. Juni geplante Grand Prix von Kanada in Montreal der Coronavirus-Pandemie zum Opfer.

Es ist das neunte der ursprünglich 22 Rennen dieser Saison, das nicht wie vorgesehen stattfinden kann. Wann es allenfalls nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

Die Verschiebung sei den Organisatoren nicht leicht gefallen, hiess es. Die Vorgaben der Gesundheitsexperten und der Politik liessen jedoch keine anderen Entscheid zu. "Wir freuen uns immer darauf, in die tolle Stadt Montréal zu reisen. Jetzt müssen wir darauf ein wenig länger warten, aber wenn wir später in diesem Jahr kommen, werden wir eine grossartige Show zeigen", sagte Formel-1-Chef Chase Carey.

Vor Montreal waren bereits die WM-Läufe in Australien, Bahrain, Vietnam, China, den Niederlanden, Spanien, Monaco und Aserbaidschan abgesagt oder verlegt worden. Um die Saison einigermassen zu retten, sollen offenbar auch Rennen ohne Zuschauer ein Thema sein. Der BBC zufolge wird diese Möglichkeit von den Entscheidungsträgern der Rennserie derzeit "ernsthaft geprüft". Darüber hätten sich die Teamchefs, Rechteinhaber und FIA-Präsident Jean Todt in einer Telefonkonferenz ausgetauscht.

Die Formel 1 hofft demnach, dass sich die Lage in Europa bis im Juli oder August bezüglich der Coronavirus-Krise so weit beruhigt hat, dass Rennen ohne Zuschauer möglich wären. Derzeit ruht der Rennbetrieb bis mindestens Ende Juni. Allerdings ist die Durchführung des Grand Prix von Frankreich in Le Castellet am 28. Juni mehr als fraglich.

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