«Wenn ein Trainer denkt, ein Wechsel sei aus bestimmten Gründen nötig, dann habe ich Verständnis dafür. Kein Verständnis habe ich, wenn es um Dinge geht, die jemand – also in diesem Fall ich – gemacht haben soll.» Das sagte Nationalspieler Johan Djourou im Exklusiv-Interview mit der «Nordwestschweiz» am Rande des WM-Qualifikationsspiels in Genf gegen Lettland (1:0).

Diese Kritik von Djourou kam bei seinem Arbeitgeber, dem Hamburger SV, überhaupt nicht gut an. So muss der Nati-Spieler nun in Hamburg bei Sportchef Jens Todt antraben: «Unsere Begeisterung hält sich in Grenzen», erklärte Todt im Gespräch mit der «Hamburger Morgenpost».

Bereits im November 2016 sorgte Djourou mit einer Aussage für Schlagzeilen. Nach einer Niederlage gegen Dortmund äusserte er sich über die Taktik von HSV-Trainer Markus Gisdol. «Ich sagte: ‹Wir haben die Dreierkette nur zwei Tage trainiert, also fehlen die Automatismen. Aber wir sind gross genug und alle Profis, dass wir das umsetzen können sollten.› Es wurde mir als Kritik am Trainer ausgelegt.» Nach dieser Aussage wurde Djourou in Hamburg als Captain abgesetzt.

Eine Suspendierung aus dem Kader ist eher unwahrscheinlich, da Hamburg in der Innenverteidigung sehr dünn besetzt ist. (afi)