Nachgefragt
Amir Abrashi poltert nach dem 1:2 gegen Vaduz: «Wir Spieler sind schuld und niemand anderes»

Amir Abrashi nimmt nach der Niederlage gegen Vaduz die Mannschaft in die Pflicht und verteidigt Ciriaco Sforza.

Aufgezeichnet: Simon Leser
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Amir Abrashi feiert gegen Vaduz sein Comeback. Einen Sieg gibt es aber nicht.

Amir Abrashi feiert gegen Vaduz sein Comeback. Einen Sieg gibt es aber nicht.

Claudio Thoma / freshfocus

Ist die Niederlage gegen Vaduz ein Tiefpunkt?

Amir Abrashi: Es ist eine Niederlage, die sehr, sehr weh tut. Wegen zwei Eckbällen verlieren wir 1:2. Da bin ich sprachlos.

An was hat es heute gefehlt?

Bis zur 60. Minute hatte Vaduz nur den einen Eckball, der zum ersten Tor führte. Ansonsten hatten wir viel Ballbesitz. Klar, wir müssen uns ein oder zwei Chancen mehr erarbeiten. Aber es ist nicht einfach gegen Vaduz. Wir wussten, dass sie auf Konter lauern. Aber schlussendlich kam von jedem von uns einfach zu wenig. Wir müssen uns selber an der Nase nehmen und sind für die Niederlage verantwortlich.

Haben die Schlagzeilen der letzten Tage bei der Mannschaft Spuren hinterlassen?

Wir sind Profis, wir fokussieren uns auf die Spiele und werden dafür bezahlt. Wir müssen auf dem Platz Leistung erbringen. Es ist ein Alibi, wenn wir anderen Dingen die Schuld geben. Wir Spieler sind verantwortlich für die Niederlage.

Schämt man sich nach so einer Leistung gegen einen Aufsteiger?

Schämen – das ist respektlos gegenüber dem Gegner. Aber ich bin sicher nicht zufrieden mit der Leistung. Vaduz macht das Minimum, das, was sie können. Da muss man ihnen gratulieren. Fertig.

Vaduz hatte noch mehrere Chancen am Schluss. Ein gerechter Sieg?

Sie hatten tatsächlich noch zwei riesige Chancen. Nach dem Ausgleich hätten wir mehr machen müssen, die Euphorie ausnutzen. Aber wir haben am Schluss das Gegenteil gemacht.

Was muss nun geschehen, damit es beim FC Basel wieder besser wird?

Jeder von uns muss sich an der eigenen Nase nehmen und sich sagen, dass es so nicht geht.

Die Aussagen gleichen sich nach den Niederlagen. Muss jetzt nicht auch der Trainer hinterfragt werden?

Nein, hören Sie auf, anderen die Schuld zu geben. Ich sage es nochmals: Wir sind schuld, jeder einzelne Spieler von uns. Es ist einfach zu wenig. Wir sind Profis, wir werden bezahlt. Da bringt es nichts, anderen die Schuld zu geben. Wir Spieler sind schuld und niemand anderes!