Nachgefragt
Arthur Cabral über seine Tor-Gala und Wechselgerüchte: «Solange ich hier spiele, gebe ich mein Leben für den FCB»

Arthur Cabral schiesst zum ersten Mal in seiner Karriere mehr als zwei Treffer in einem Spiel. Bereits zu Beginn der Saison befindet er sich in einer beneidenswerten Form. Eine direkte Erklärung für seine Leistungen hat er hingegen nicht.

Aufgezeichnet: Simon Leser
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Arthur Cabral jubelt über seinen vierten Treffer.

Arthur Cabral jubelt über seinen vierten Treffer.

Marc Schumacher / freshfocus

Dass Arthur Cabral der beste Basler Torschütze ist, ist nichts Neues. 42 Tore in 79 Spielen sprechen eine deutliche Sprache – und das war noch vor dem gestrigen Spiel gegen Servette. Es ist ein Spiel, in dem er seine Wichtigkeit und Kaltschnäuzigkeit erneut eindrücklich unter Beweis stellt und sein Torekonto auf 46 aufstockt. Allein in dieser Saison hat er in sechs Spielen acht Treffer erzielt, und dabei auch noch fünf vorbereitet. Cabral ist in einer starken Basler Offensive der Akteur, der die Bälle abschirmt, weiterleitet und versenkt – und das alles mit einer Mischung aus graziöser Leichtigkeit und wuchtiger Durchsetzungskraft.

Arthur Cabral, Sie schiessen gegen Servette vier Tore in einem Spiel. Haben Sie dies in Ihrer Karriere schon einmal geschafft?

Arthur Cabral: Nein. Es ist auch das erste Mal, dass ich in einem Spiel drei Tore erzielt habe.

Wie erklären Sie sich Ihre starken Leistungen?

Es gibt nicht den einen Grund, warum ich derzeit so gut in Form bin. Ich spüre aber den momentan sehr guten Zusammenhalt in der Mannschaft. Nur dank meinen Mitspielern kann ich derart gute Leistungen zeigen.

Ist es auch eine gewisse Leichtigkeit, die Sie zurzeit an den Tag legen?

Wir haben alle einfach extrem Lust, das spüren wir. Dadurch können wir einfacher arbeiten. Wir trainieren unter der Woche sehr hart. Und das sieht man dann während der Spiele auch auf dem Platz.

Arthur Cabral steht aufgrund seiner Leistungen bei einigen internationalen Klubs weit oben auf dem Einkaufszettel. Bayer Leverkusen ist so einer, der heftig um die Dienste des 23-Jährigen buhlt, jedoch noch ohne ein offizielles Angebot abgegeben zu haben. Eine Summe zwischen sieben und acht Millionen soll der Bundesligist angedacht haben, doch der FCB fordert mehr: 12 Millionen stehen im Raum. Ein Preisschild, das noch kein Verein bereit war, zu zahlen. Cabral ist keiner, der auf einen Wechsel drängt und ihn erzwingt. Auf Instagram schrieb er nach der 6:1-Gala gegen Sion. «Das ist Basel und ich liebe es.» Es sind kleine Zeichen, die den FCB-Fans Anlass zur Hoffnung geben, dass die Basler Lebensversicherung bleibt.

Bleiben Sie in Basel?

Das ist eine sehr schwierige Frage, zu der ich nichts sagen kann. Doch ich bin sehr glücklich in Basel. Solange ich hier spiele, gebe ich mein Leben für den FCB.

Sie haben wegen Ihrer vier Treffer den Matchball mitgenommen. Wo kommt der hin?

An den schönsten Ort in meiner Wohnung. (lacht)

Geben Sie Ihrer Mannschaft nun eine Runde aus?

Ja, ich kann alle einladen, auch Euch Journalisten. (lacht)

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