Nachgefragt
Fabian Frei nach dem Erreichen der Gruppenphase: «Union Berlin müsste es nicht gleich sein»

Fabian Frei spricht nach der Partie über beschleunigten Haarausfall, was den FCB in die Gruppenphase der Conference League brachte und wen er sich dort als Gegner wünscht.

Céline Feller
Drucken
Teilen
Fabian Frei im Spiel gegen Hammarby.

Fabian Frei im Spiel gegen Hammarby.

Fresh

Fabian Frei, wie viele Jahre sind Sie gealtert in dieser Partie?

Fabian Frei: Körperlich war es sehr anstrengend, mental aber auch. Einerseits war alles dabei in diesem Spiel, wofür man gerne Fussball spielt. Aber irgendwie auch alles, wofür man nicht spielt. Es war ein Auf und Ab. Mir hat es keine grauen Haare gegeben, aber sind ein paar weitere ausgefallen. Ganz sicher!

Können Sie dieses so verrückte Spiel mit einer Partie vergleichen, die Sie in Ihrer langen Karriere schon erlebt haben?

Das ist sehr schwierig. Ich habe aber einfach im Kopf, dass wir in der nahen Vergangenheit, wenn es solch enge Spiele gab, diese immer verloren haben. Ich denke da an die vergangenen zwei, drei Jahre. Jetzt ging es zu unseren Gunsten aus. Daher ist es relativ schwierig, es zu vergleichen. Aber es war ein schönes Gefühl. Ein Penaltyschiessen ist immer emotional. Es hat auch gezeigt, wie wichtig das war. Jetzt haben wir wieder sechs Spiele, mit denen wir rechnen können.

Was gab Ihnen nach dem 0:3 noch Zuversicht, dass es gut kommen würde?

Genau das: Dass ich schon so lange mit dabei bin, schon so viel gesehen habe und gemerkt habe, dass wir auch nach dem 0:2 relativ gut drin waren und sie nachgelassen haben. Oder wir besser gespielt haben. Das gab mir Zuversicht. Aber man weiss ja nie. Dennoch: Du musst ja immer dran glauben, weil auch so viel auf dem Spiel steht. Da musst du alles rauswerfen, was du irgendwie noch in dir hast.

Ist dieses Weiterkommen nach so einem Spielverlauf ein Zeichen, welches für diese Mannschaft spricht? Gerade wenn man die letzten Jahre anschaut.

Definitiv. Das zieht sich schon durch die ganze Saison. Auch in den anderen zehn Partien gab es Situationen, in denen wir Mühe hatten, aber reagieren konnten. Das war jetzt auch wieder so und das zeigt mir auch, dass es in der Mannschaft stimmt. Und dass der Weg, den wir gehen, der richtige ist. Auch wenn bei weitem noch nicht alles perfekt ist. Das wird es auch nie sein. Aber an den kleinen Details merkt man, dass es aufwärts geht.

Jetzt steht der FCB in der Gruppenphase der Conference League. Wen wünschen Sie sich als Gegner?

Ich wünsche mir keine spezielle Mannschaft, sondern eher die Richtung, in die es gehen soll. Es zieht mich eher in den Westen oder Norden, irgendwo hin, wo man nicht allzu weit fliegen muss und es schöne Stadien hat. Gegen Union Berlin müsste es aber nicht gleich sein. Das weiss ich, dass die uns wehtun würden mit der Art und Weise, wie sie spielen. Das ist keine Mannschaft, gegen die ich gerne spielen würde, auch wenn es für die Fans cool wäre. Mir wäre ein Team aus Spanien oder Portugal lieber. Aber zusammengefasst: ein cooles Team und zwei, die wir schlagen können. Das wünsche ich mir.

Aktuelle Nachrichten