Nachgefragt
Heinz Lindner über den Aufschwung des FC Basel: «Der Trainer hat einen wesentlichen Anteil»

Heinz Lindner ist einmal mehr einer der Besten. Er findet nach dem Spiel aber auch lobende Worte für Valentin Stocker und Trainer Patrick Rahmen.

Aufgezeichnet: Céline Feller
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Heinz Lindner verhindert gegen Lausanne zahlreiche Torchancen.

Heinz Lindner verhindert gegen Lausanne zahlreiche Torchancen.

Bild: Pascal Muller / Freshfocus

Heinz Lindner, trotz der drei Gegentore sind Sie wieder einmal einer der besten Spieler beim FC Basel. Wie haben Sie das Spiel gesehen?

Heinz Lindner: Es war ein sehr intensives Spiel. Lausanne ist aus der Kabine gekommen wie die Feuerwehr, hat sich Chance um Chance erspielt. Wir haben leider zu lange gebraucht, um den «Hallo wach»-Effekt zu finden. Das kam erst nach den Gegentoren. Aber nichtsdestotrotz war das ein sehr wichtiger Punkt und wichtig für die Moral.

Wie sehen Sie Ihre Leistung? Es ist ja nicht das erste Mal, dass Sie den FCB im Spiel halten.

Ich versuche immer, der Mannschaft Ruhe zu geben, diese auszustrahlen und natürlich auch die nötigen Bälle zu halten. Ich versuche genauso wie jeder andere, mein Bestes zu geben. Wir hatten zwei schwierige Auswärtsspiele, die wir hätten gewinnen sollen. Es hat nicht gereicht, aber der Punkt war dennoch wichtig.

Sind Sie denn zufrieden mit einem Punkt?

Unser Anspruch ist es sicher, zu gewinnen. Aber es spielt auch ein Gegner mit und der hat es sehr, sehr gut gemacht. Sie hatten zahlreiche Torchancen.

Der FCB ist mittlerweile seit vier Spielen ungeschlagen.

Das ist natürlich super, seit vier Spielen ungeschlagen zu sein. Wir wollen aber noch weniger Gegentore bekommen. Das müssen wir uns genau anschauen und akribisch daran arbeiten.

Welchen Anteil hat der Trainer daran? Auch daran, dass das Team bis zum Schluss an sich glaubt?

Einen wesentlichen. Er hat von Anfang an Ruhe hereingebracht in unseren Klub und unser Team. Jeder weiss, dass es momentan keine einfache Situation ist beim FC Basel. Wir versuchen, uns aber intern wirklich auf uns zu konzentrieren, auf das, was wir beeinflussen können. Das ist nun einmal unser Spiel. Da gibt er den richtigen Weg vor und den versuchen wir nun schon seit vier Spielen mitzugehen. Ich glaube auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Solche Spiele hätten wir vielleicht vor einer Zeit noch verloren. Jetzt wollen wir das nächste Spiel zu Hause positiv gestalten.

Keine einfache Situation war es zuletzt auch für Valentin Stocker. Können Sie etwas zu ihm und seiner Leistung sagen? Er wurde in dieser Partie auch nur ausgebuht, hat dann aber bei allen Toren seinen Anteil.

Hut ab. Wirklich, ein grosses Kompliment an ihn. Was auf ihn eingeprasselt ist, die letzten Wochen und Monate, das ist nicht leicht. Für keinen. Für keinen Menschen. Und dann dennoch so leistungsfähig zu sein und der Mannschaft so zu helfen, da kann ich nur sagen: Chapeau.