Nachgefragt
Raoul Petretta nach der Erlösung gegen Luzern: «Die Fans geben uns einen zusätzlichen Schub»

Raoul Petretta spricht nach dem 4:1-Sieg über sein Tor und warum der FCB jedes Schweizer Team schlagen kann.

Aufgezeichnet: Simon Leser
Merken
Drucken
Teilen
Raoul Petretta jubelt über sein Tor gegen Luzern.

Raoul Petretta jubelt über sein Tor gegen Luzern.

Martin Meienberger

Der FCB gewinnt nach acht Heimspielen wieder. Wie wichtig ist dieser Sieg?

Raoul Petretta: Sehr wichtig. Endlich holen wir uns wieder diese drei Punkte. Das ist wichtig für den ganzen Verein und auch für die Fans, die vor dem Stadion waren. Uns fällt ein Stein vom Herzen.

Waren die Fans eine zusätzliche Motivation?

Auf jeden Fall. Jeder von uns vermisst die Muttenzerkurve und die Fans. Wenn sie Stimmung machen, sind wir umso stärker. Das gibt uns einen zusätzlichen Schub. Wenn man sie wie heute hört, ist das motivierend.

Nicht alle haben gegen das formstarke Luzern mit einem Sieg gerechnet. Wie sehen Sie das?

Wenn wir unsere Qualität auf den Platz bringen, haben wir genug Qualität, um Spiele zu gewinnen. Da ist es egal, welcher Gegner in der Schweiz kommt. Wenn wir spielerisch so weiterspielen wie phasenweise gegen Luzern, können wir jeden Gegner schlagen.

Wie gross ist die Erleichterung, endlich mal wieder im Joggeli gewonnen zu haben?

Sehr gross. Auch, dass wir nach sieben sieglosen Spielen wieder gewonnen haben. Das Wichtigste ist, zu gewinnen. Am Samstag geht es aber schon in Lugano weiter. Da wollen wir vor der Nationalmannschaftspause auch noch einmal drei Punkte holen.

Was war das Rezept heute gegen Luzern?

Wir haben versucht, Fussball zu spielen und Chancen zu kreieren. Wir haben in der zweiten Hälfte vor dem 1:1 zwei grosse Chancen. Wenn wir dort das 2:0 machen, sieht das Spiel anders aus. Ich glaube, dass der Sieg auch in der Höhe verdient ist.

Wie haben Sie Ihr Tor erlebt?

Ich wollte zuerst eigentlich in die Mitte spielen, weil das ist eine klassische Situation, in der man reinspielt und jemand den Fuss hinhält. Darian Males war dann aber gedeckt, weswegen ich mich dazu entschieden habe, ins kurze Eck zu schiessen.

Waren Sie überrascht, dass Sie keiner mehr angriff?

Wichtig war, dass ich an der Seitenauslinie den Zweikampf gewann. Dann war ich schon im Strafraum.