Nachgefragt
Wütender Fabian Frei nach der 0:4-Packung in Sion: «Es gibt jetzt nicht so schöne Ferien»

Fabian Frei ist aufgrund der gezeigten Leistung seiner Mannschaft zum Saisonabschluss gegen den FC Sion enttäuscht. Er bemängelt die Einstellung einiger seiner Mitspieler und erklärt, warum diese Saison bei ihm graue Haare verursachte.

Aufgezeichnet von Jakob Weber
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Fabian Frei zeigte gegen Sion auch keine gute Leistung.

Fabian Frei zeigte gegen Sion auch keine gute Leistung.

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Der FC Basel verliert im letzten Saisonspiel gegen Sion gleich mit 0:4. Was ist schief gelaufen?

Fabian Frei: Es ist das eingetroffen, was wir genau nicht wollten vor dem Spiel. Es waren ein paar Prozent weniger von uns und das reicht einfach nicht.

Lag die Niederlage also an der mangelnden Einstellung?

Keine Ahnung. Natürlich gibt es technische und taktische Aspekte. Aber bei einer 0:4-Niederlage kann der Kopf nicht bei jedem hier gewesen sein. Wenn es im Hinblick auf die neue Saison ein Warnschuss für gewisse Spieler war, die es bisher noch nicht verstanden haben, kann man aus dieser Niederlage etwas Positives ziehen. Wenn nicht ist es höchste Eisenbahn, dass man sich jetzt Gedanken macht.

Die letzten Wochen waren ein Steigerungslauf. Wie bitter ist es, die Saison nun mit einer solchen Pleite abzuschliessen?

Diese Wörter sind gar nicht kameratauglich. Es ist einfach unnötig. Wir hatten einen guten Spirit und gute Resultate. Es so zur Sau machen ist schade. Es gibt jetzt nicht so schöne Ferien, wie wir es sonst gehabt hätten. Es war generell eine schlechte Saison von uns. Diese Niederlage passt dazu. Wenn wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen und es bei jedem ganz oben ankommt, kommt es vielleicht auch wieder gut.

Wegen der FCB-Niederlage steigt der FC Vaduz ab. Müssen Sie sich nun bei den Liechtensteinern entschuldigen?

Nein, mit dieser Diskussion will ich gar nicht erst anfangen. Wir haben Vaduz in dieser Saison auch genügend Punkte gegeben. Natürlich ist das für die Vaduzer heute unglücklich gelaufen. Aber sie hätten ihr Spiel auch gewinnen können. Deswegen will ich darüber gar nicht diskutieren.

Nun haben Sie eine etwas längere Pause. Wie froh sind Sie darüber?

Es wäre gelogen, wenn ich mich darüber nicht freuen würde. Es war vor allem mental eine sehr anstrengende Saison, mit neuen Einflüssen, über die man sich Gedanken machen musste. Solche, die man sich in vergangenen Jahren nicht machen musste. In diesem Jahr sind ein paar graue Haare gewachsen.

Wie werden Sie die Europameisterschaft verfolgen?

In der Vorbereitung auf die EM werde ich kein Spiel schauen, da habe ich anderes und schöneres zu tun. An der EM selbst werde ich die Schweizer aber natürlich unterstützen und die Spiele verfolgen, wenn es einigermassen möglich ist.