EM-Qualifikation
Nati im Formcheck: Zuffi und Steffen befinden sich in Topform

Am Montag bat Nati-Coach Petkovic zum Zusammenzug in Feusisberg. Wir prüfen den Formstand von Inler, Shaqiri und Co. vor den zukunftsweisenden Partien der EM-Qualifikation gegen San Marino und Estland.

Calvin Stettler und Manuel Fasol
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Erstmals nominiert für die Landesauswahl: Basels Luca Zuffi (l.) und YBs Renato Steffen.

Erstmals nominiert für die Landesauswahl: Basels Luca Zuffi (l.) und YBs Renato Steffen.

Keystone
Roman Bürki, Borussia Dortmund: 85% Erlebte ein katastrophales Wochenende mit der 1:5-Klatsche in München. Abgesehen davon integrierte sich Bürki problemlos im Ruhrpott und darf mit seinem dritten Einsatz im Nati-Dress rechnen.
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Yann Sommer, Borussia Mönchengladbach: 85% Sommer ist sowohl für Gladbach als auch für die Nationalmannschaft ein sicherer Rückhalt. Zuletzt brach sich Sommer im Spiel gegen Manchester City aber die Nase. Petkovic räumt ihm jedenfalls genügend Zeit für die Genesung ein.
Marwin Hitz, Augsburg: 70% Der 28-Jährige erlebt mit seinen Augsburgern einen durchwachsenden Start in die neue Bundesliga-Spielzeit. Die Formkurve schwankt. Jüngst glänzte er aber beim 1:1 gegen Leverkusen. Die Suche nach der Stabilität hält an.
Ricardo Rodriguez, VFL Wolfsburg: 75% Die Resultate aus jüngster Zeit ernüchtern. Rodriguez spielt zwar gewohnt solid, aber ohne nennenswerte Höhepunkte. Sowohl er als auch sein Verein müssen nach der Nationalpause eine Schippe drauflegen.
Timm Klose, VFL Wolfsburg: 40% Die Ausgangslage schien anfangs Saison mit dem zurückgewonnenen Stammplatz komfortabel. Vor der Gladbach-Niederlage am Wochenende setzte Trainer Hecking aber während sechs Spielen nicht auf den 27-Jährigen. Ernüchternd.
Fabian Schär, 1899 Hoffenheim: 30% Anfangs setzte man in Sinsheim auf die Dienste des Ex-Baslers. Die Vereinskrise machte Schär zum Substitutionsobjekt. Jüngst kam der 23-Jährige nur zu Kurzeinsätzen. Ein Zustand, der sich nicht mit Schärs Ansprüchen deckt.
Silvan Widmer, Udinese: 20% Erst wurde Widmer beim Saisonstart nicht berücksichtigt, dann zwang ihn eine Entzündung zur Pause. Am Wochenende spielte der Aargauer nur 27 Minuten. Ob das für einen Einsatz als Lichtsteiner-Ersatz legitimiert, ist fraglich.
Fabian Lustenberger, Hertha BSC Berlin: 90% Die Captainbinde beflügelt den 27-Jährigen. Er absolvierte bisher jede mögliche Spielminute für seinen Verein. Der ruhige Defensivspezialist könnte mit seiner Form auch Stabilität in die Nati-Defensive bringen.
Michael Lang, FC Basel: 75% Der Rechtsverteidiger versprüht Offensivdrang. Sein Manko: Immer wieder vermag er die freigewordenen Räume nicht zu kitten. Mit diesem Defizit bleibt er die Tauglichkeit für Fussball-Europa noch schuldig.
François Moubandje, Toulouse: 40% Mit diesem Saisonstart kann der 25-Jährige nicht zufrieden sein. Toulouse dümpelt in den unteren Tabellenregionen herum. Moubandje kommt dabei bei lediglich fünf von neun möglichen Spielen zum Einsatz.
Johan Djourou, Hamburger SV: 40% Trotz Captainbinde am Arm vermag der Schweizer Abwehrspieler in Hamburg nicht zu überzeugen. Gegenwärtig polarisiert gar dessen wandelnde Haarpracht. Da gibt es noch viel Luft nach oben.
Gökhan Inler, Leicester City: 60% Fand sich seit seinem Wechsel auf die Insel öfters auf der Bank. Wenn er auf dem Platz steht, spielt er gewohnt unaufgeregt. Fulminante Aufholjagden initiierte Leicester jüngst jeweils erst, als Inler bereits ausgewechselt war.
Granit Xhaka, Borussia Mönchengladbach: 95% Seit der 23-Jährige die Captainbinde trägt, geht es wieder bergauf mit den Borussen. Xhaka hat sich im letzten Jahr zu einem unbestrittenen Führungsspieler gemausert. Ruft seine Leistung auch in schwierigen Momenten ab.
Pajtim Kasami, Olympiakos Piräus: 75% Stammkraft bei den Griechen. Spielte auch in der Champions League gegen die Bayern und Arsenal frech auf, ein Torerfolg blieb ihm allerdings verwehrt. Solider Formstand.
Valon Behrami, FC Watford: 75% Kommt bei Watford regelmässig zum Einsatz und fällt vor allem durch seine Kämpferqualitäten auf. War nach seiner roten Karte gegen Swansea von Mitte September bis zum 4. Oktober gesperrt.
Blerim Dzemeili, FC Genoa: 70% Spielt seit seinem Wechsel konstant und schoss Genoa vor zwei Wochen mit einem 22-Meter-Freistoss gegen die AC Milan zum Sieg. Wurde am Sonntag beim 1:1-Unentschieden gegen Udinese nach 84 Minuten ausgewechselt.
Erstmals nominiert für die Landesauswahl: Basels Luca Zuffi (l.) und YBs Renato Steffen.
Renato Steffen, Young Boys: 90% Ist mit seinen Treffern auch ein Grund für den Aufschwung der Berner. Dank seiner Form und der Abschlussschwäche anderer Schweizer Stürmer sicher eine potentielle Alternative für die Spitze.
Eren Derdiyok, Kasimpasa AS: 65% Seit er von seinem Kreuzbandriss zurückgekehrt ist, traf er in acht Pflichtspielen zwei Mal und hofft in der Türkei seine alte Form wiederzufinden. Derdiyok fungiert zum ersten Mal seit zwei Jahren im Nati-Aufgebot.
Xherdan Shaqiri, Stoke City: 65% Musste sich am Samstag vor einer Woche mit einer Oberschenkelverletzung auswechseln lassen, und musste auch am Wochenende beim Sieg gegen Aston Villa pausieren. Ob Shaqiri gegen San Marino spielt, ist noch ungewiss.
Josip Drmic, Borussia Mönchengladbach: 30% Konnte bei Gladbach noch keine Stricke zerreissen. Drmic sitzt beim Bundesligisten vor allem auf der Bank und hat diese Saison noch kein Pflichtspieltor erzielt. Vielleicht gelingt ihm der Befreiungsschlag in der Nati.
Breel Embolo, FC Basel: 75% Das Supertalent des FC Basel hat bewiesen, sich auch international durchsetzten zu können. Für die Nationalmannschaft kann er mit seinem Selbstbewusstsein und seiner jugendlichen Kaltschnäuzigkeit von grossem Wert sein.
Admir Mehmedi, Bayer Leverkusen: 70% Der filigrane Flügel hat in Leverkusen wie erwartet zwar keinen Stammplatz, kommt aber regelmässig zum Einsatz. Wettbewerbsübergreifend sammelte Mehmedi drei Tore und zwei Assists. Zuletzt traf er beim 3:0-Erfolg in Bremen.

Roman Bürki, Borussia Dortmund: 85% Erlebte ein katastrophales Wochenende mit der 1:5-Klatsche in München. Abgesehen davon integrierte sich Bürki problemlos im Ruhrpott und darf mit seinem dritten Einsatz im Nati-Dress rechnen.

Keystone