Vuelta

Tagessieg für Herrada - Teuns neuer Vuelta-Leader

Der Belgier Dylan Teuns vom Team Bahrain-Merida übernahm nach der 6. Etappe der 74. Spanien-Rundfahrt das rote Leadertrikot

Der Belgier Dylan Teuns vom Team Bahrain-Merida übernahm nach der 6. Etappe der 74. Spanien-Rundfahrt das rote Leadertrikot

Der Sieg in der hügeligen 6. Vuelta-Etappe geht an Jesus Herrada. Der Spanier gewinnt nach 198,9 km bei der Bergankunft in Ares del Maestrat vor Dylan Teuns. Der Belgier übernimmt das Leadertrikot.

Das Duo Herrada/Teuns hatte sich im Schlussanstieg zum Ziel in Ares del Maestrat von seinen acht verbliebenen Fluchtgefährten absetzen können. Der Spanier beteiligte sich auf den letzten zwei der insgesamt 198,9 km langen Etappe nicht mehr an der Führungsarbeit und gelangte am Ende fast kampflos zu seinem ersten Tagessieg bei einer Grand Tour. Teuns sprintete nicht um den Etappensieg mit. Er sei sich bewusst gewesen, dass er das Leadertrikot übernehme, so der 27-Jährige vom Team Bahrain-Merida.

Der Belgier war vor dem Teilstück am Donnerstag nur Gesamt-25. gewesen, mit 4:43 Minuten Rückstand auf den bisherigen Leader Miguel Angel Lopez. Weil aber dessen Team Astana den Rückstand des Feldes auf die Ausreisser auf fast sechs Minuten ansteigen liess, musste der Kolumbianer das rote Trikot bereits nach einem Tag wieder abgeben. Lopez' Rückstand auf Teuns, der heuer die 6. Etappe der Tour de France hinauf zu La Planche des Belles Filles gewonnen hatte, beträgt exakt eine Minute.

Prominente Sturzopfer

In der 6. Etappe ereigneten sich gleich zwei Massenstürze. Vier Fahrer mussten das Rennen verletzungsbedingt aufgeben, unter ihnen der kolumbianische Mitfavorit Rigoberto Uran und auch der Ire Nicolas Roche. Dieser trug Anfang Woche während drei Tagen das Leadertrikot. Sowohl Roche (5.) als auch der zuvor schon wegen eines Sturzes an der Hand lädierte Uran (6.) nahmen vor ihrer Aufgabe im Gesamtklassement eine aussichtsreiche Position ein.

Das Teilstück am Freitag startet in Onda und endet nach 183,2 km mit einer Bergankunft. Der Schlussanstieg zum Alto Mas de la Costa ist zwar nur 4 km lang, doch teils mit bis zu 25 Prozent auch extrem steil. Vor drei Jahren hatte an diesem Ort Mathias Frank, der damalige Captain des Westschweizer IAM-Teams, solo die Etappe gewonnen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1