Giro d'Italia

Tao Geoghegan Hart dreht den Spiess im Zeitfahren um

Der Brite Tao Geoghegan Hart gewinnt die 103. Austragung der Italien-Rundfahrt

Der Brite Tao Geoghegan Hart gewinnt die 103. Austragung der Italien-Rundfahrt

Tao Geoghegan Hart heisst der Gesamtsieger des 103. Giro d'Italia. Der Brite vom Team Ineos Grenadiers entscheidet im abschliessenden Zeitfahren in Mailand das Duell mit Jai Hindley zu seinen Gunsten.

Geoghegan Hart distanzierte Hindley in der 15,7 km langen Prüfung gegen die Uhr um 39 Sekunden und sicherte sich damit nach 21 Etappen über mehr als 3300 km die Maglia rosa des Gesamtsiegers. Der 25 jährige Brite und der ein Jahr jüngere Australier waren nach der Bergankunft am Samstag in Sestriere ex aequo ins Finale gegangen. Beide hatten vor dem Giro kaum einer auf der Rechnung gehabt. Gesamtdritter wurde der Niederländer Wilco Kelderman.

Geoghegan Hart ist erst der zweite Fahrer aus Grossbritannien nach Chris Froome im Jahr 2018, der die Italien-Rundfahrt gewinnt. Für den im Jahr 1995 in London geborenen Schotten ist es der mit Abstand grösste Erfolg seiner Karriere. Er sicherte seinem Team Ineos Grenadiers damit den elften Gesamtsieg bei einer dreiwöchigen Rundfahrt.

Grosse Dominanz von Ineos Grenadiers

Der letzte Tagessieg ging an Geoghegan Harts Teamkollegen Filippo Ganna. Der Italiener bewies auch im dritten Zeitfahren in diesem Giro, weshalb er sich vor Monatsfrist in Imola in dieser Disziplin zum Weltmeister gekürt hatte. Dem zweitplatzierten Belgier Victor Campenaerts, aktueller Stunden-Weltrekordhalter auf der Bahn, nahm Ganna auf dem flachen Terrain 32 Sekunden ab. Ganna feierte damit seinen vierten Etappenerfolg in der diesjährigen Italien-Rundfahrt.

Allgemein trat das Team Ineos Grenadiers in der zweiten Grand Tour dieses Jahres sehr dominant auf und zeigte eine starke Reaktion auf das enttäuschende Abscheiden an der Tour de France. Selbst der frühe verletzungsbedingte Ausfall von Teamcaptain Geraint Thomas warf die britische Mannschaft nicht aus der Bahn. In 7 von 21 Etappen stellten sie den Tagessieger, dazu beendeten sie die Teamwertung auf Platz 1.

Auch ein Schweizer auf dem Siegerpodest

Mit Simon Pellaud durfte bei der Siegerehrung auf dem Mailänder Dom-Platz auch einer der drei gestarteten Schweizer auf des Podest steigen. Der nach Kolumbien ausgewanderte Walliser, der sich in den vergangenen drei Wochen sehr angriffig gezeigt und mehrfach in einer Fluchtgruppe Unterschlupf gefunden hat, gewann die Spezialwertung der Zwischensprints. Für das beste Schweizer Einzelergebnis an diesem Giro sorgte Kilian Frankiny mit seinem 4. Platz in der 9. Etappe nach Roccaraso.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1