Im kräftezehrenden 16. Teilstück, das mit einer Bergankunft in Asturien zu Ende ging, gelang es erneut keinem der Herausforderer, Zeit auf Leader Primoz Roglic gutzumachen. Im Gegenteil: Der Gesamtzweite Alejandro Valverde aus Spanien konnte im letzten Teil des knapp 18 km langen Schlussanstiegs nicht mit der Favoritengruppe mithalten und büsste 23 Sekunden auf Roglic und Co. ein. Der Rückstand des Weltmeisters, der die Spanien-Rundfahrt 2009 gewann, ist mittlerweile auf 2:48 Minuten angewachsen. Gesamtdritter bleibt Roglics Landsmann Tadej Pogacar. Der mit 20 Jahren jüngste Fahrer im Vuelta-Feld liegt 3:42 Minuten hinter Roglic zurück.

Viele Möglichkeiten bleiben Valverde und den anderen Anwärtern auf den Gesamtsieg nicht, Roglic noch vom Thron zu stossen. Nach dem Ruhetag am Dienstag folgen nur noch zwei Etappen in den Bergen, in denen grössere Differenzen erwartet werden können. Die restlichen Abschnitte verlaufen überwiegend flach. So auch die mit 219,6 km längste Etappe der aktuellen Vuelta, die den Tross am Mittwoch in die nördlich von Madrid gelegene Stadt Guadalajara führt.

Fuglsangs erster Grand-Tour-Sieg

Bei der siebten von acht Bergankünften triumphierte zum vierten Mal ein Fahrer aus einer Fluchtgruppe. Jakob Fuglsang schüttelte in der Schlusssteigung alle seine Fluchtgefährten ab und erreichte das Ziel auf dem Cubilla-Pass solo. Für den 34-jährigen Dänen, im Juni Gewinner der Dauphiné-Rundfahrt, war es der erste Etappensieg in einer Grand Tour.

Einen starken Eindruck hinterliess im Norden Spaniens erneut der Oberwalliser Kilian Frankiny. Der 25 Jahre alte Kletterspezialist aus dem Team Groupama-FDJ behauptete als Etappen-32. seinen 19. Rang in der Gesamtwertung mit Erfolg. Sollte es Frankiny gelingen, seine Position in den verbleibenden fünf Etappen zu halten, wäre er der erste Schweizer seit Oliver Zaugg 2008 (11.), der die Spanien-Rundfahrt in den Top 20 beenden würde.