Ski Alpin
Geglückte Premiere in Sörenberg und Sean Weber glänzt in Engelberg

Bei den Punkterennen auf der Ochsenweid liefern sich rund 150 Nachwuchsathleten teilweise hart umkämpfte Rennen. Der Schwyzer Sean Weber überzeugt bei den Riesenslalom- und Slalomrennen der Interregion Mitte in Engelberg,

Drucken
Teilen
Sarah Koch vom Skiclub Hasle gewann in der Kategorie U16 das erste Combirace.

Sarah Koch vom Skiclub Hasle gewann in der Kategorie U16 das erste Combirace.

Bild: PD

(aa) Ein ganzes Jahr haben die U16-Athletinnen und -Athleten ohne einen einzigen Wettkampf fleissig trainiert. Vor einer Woche fanden die ersten Punkterennen der Saison auf der Klewenalp und in Engelberg statt; dieses Wochenende nun die Premiere auf der Ochsenweid in Sörenberg. Am Samstag und am Sonntag haben sich je rund 150 Rennfahrer im Alter zwischen 11 bis 15 Jahren zu den ersten Rennen im Gebiet des Luzerner Schneesport Verbandes (LUSV) getroffen.

Die beiden Combirace-Rennen am Samstag fanden bei herrlichen Bedingungen statt. Dass nur Ryan Reichmuth (Drusberg, Knaben U14) ein Doppelsieg gelang, zeigt, wie umkämpft die zwei Rennen waren. Reichmuth stellte auch gleich die Tagesbestzeiten auf.

Am Sonntag zeigte sich ein völlig anderes Bild. Bei Schneefall und deshalb ruppiger Piste waren die jungen Athleten in zwei Slaloms ganz besonders gefordert. In allen Kategorien ausser bei den Mädchen U14 resultierten Doppelsiege. Die Tagesbestzeiten stellten Delia Lang (Büren-Oberdorf) und Mika Marty (Hergiswil) auf. Mit je drei Podestplätzen über beide Tage betrachtet waren Elin Würsch (Beckenried-Klewenalp) und Noah Gisler (Gotthard-Andermatt) am erfolgreichsten.

Wegen der Pandemie gibt es keine Siegerehrungen

Die strengen Schutzmassnahmen machten zwar Siegerehrungen unmöglich, trübten die tollen Leistungen aber in keiner Art und Weise. Der LUSV konnte dank des grossen Einsatzes von vielen Helfern aus diversen Skiklubs und dank der tatkräftigen Unterstützung der Bergbahnen Sörenberg sportlich wie auch organisatorisch erfolgreiche Rennen durchführen.

Drei Podestplätze für Sean Weber

Nach einer stürmischen Nacht mussten sich die U16-Rennfahrer der Interregion Mitte am Freitag bis zum Mittag gedulden, bis die Pisten im Stand Engelberg freigegeben werden konnten. Infolge der Verzögerung entschloss sich die Jury, den Riesenslalom in nur einem Lauf zu werten. Insgesamt konnten sich 71 Fahrerinnen und Fahrer der fünf Regionalverbände für die Rennen qualifizieren. Im Riesenslalom überzeugte Shaienne Zehnder vom Skiclub Ahorn Eriswil mit der Bestzeit. Stärkste Innerschweizerinnen auf den Rängen 4, 5 und 6 waren Aisha Läubli, Ladina Christen und Delia Lang, alle vom Nidwaldner Skiverband. Bei den Knaben gab es ein Zentralschweizer Podest: Der Schwyzer Sean Weber schob sich zwischen die Nidwaldner Mika Marty und Gian Imholz. Am Samstag waren zwei Slalomrennen angesagt. Bei den Mädchen dominierte die Zürcherin Allegra Frei. Im zweiten Rennen fuhr die Zugerin Luana Fleischli auf den zweiten Platz. Bei den Knaben siegte im ersten Slalom der Zuger Res Hächler vor Sean Weber und Nick Rickenbach. Im zweiten Rennen zeigte Weber wiederum seine Konstanz. Er fuhr als Sieger durchs Ziel und konnte somit drei Podestplätze ausweisen, was ihn zum erfolgreichsten Fahrer der Interregion Mitte machte. «Die letzten zwei Jahre hatte ich mit Wachstumsbeschwerden in den Knien zu kämpfen. Auf diese Saison hin konnte ich erstmals einen richtigen Aufbau machen», sagte der Athlet, der im Luzerner Skiverband trainiert. Der ZSSV mit Mika Marti, Sean Weber, Gian Imholz, Nick Rickenbach, Res Hächler und Andre Christen dominierte die Knabenkategorie. Am Wochenende finden die JO-Schweizer-Meisterschaften in Engelberg statt. (mac)

Aktuelle Nachrichten