Swiss Indoors

Roger Federer nach seinem Finaleinzug: «Vor dem Turnier hatte ich das Gefühl, dass es nicht mehr so weiter geht“

Roger Federer ist nach seinem Sieg überglücklich und überrascht.

Roger Federer ist nach seinem Sieg überglücklich und überrascht.

Roger Federer steht nach dem 6:4, 6:4 gegen Stefanos Tsitsipas zum 15. Mal im Final der Swiss Indoors. Nach seinem Sieg erklärt der Titelverteidiger, dass er nicht damit gerechnet hatte, schon wieder in Basel im Final zu stehen.

Roger Federer über den Schlüssel zum Sieg gegen Stefanos Tsitsipas:

„Ich hatte einen guten Mittelteil mit Break, Satzgewinn und noch einem Break. Ich fühlte mich von Beginn an gut und war in der Lage, gute Punkte bei seinem Aufschlag zu machen. Das gab mir Selbstvertrauen. Wir spielen beide offensiv, mir ist das heute etwas besser gelungen. Ich erlaubte ihm nicht, sein Spiel zu spielen.“

...warum er überrascht ist, wieder im Final zu stehen:

Feder PK SF II

   

„Ich dachte mir: Irgendwann muss diese Siegesserie aufhören. Das dachte ich schon letztes Jahr, diesmal wieder. Für meine Freunde ist es logisch, dass ich hier Halbfinals oder Finals spiele, für mich nicht. Sie kommen zu mir und sagen dann schon im Vorfeld: <Wir sehen uns am Sonntag. Ich habe Karten.> Vor dem Turnier hatte ich aber das Gefühl, dass es irgendwann nicht mehr so weiter geht. Ich bin realistisch genug und weiss, dass die Marge vor allem im Indoor-Tennis sehr klein ist. Deswegen bin ich sehr überrascht, dass ich es wieder geschafft habe.“

...über seinen Gegner Alex de Minaur:

Alex de Minaur behauptet sich im Halbfinal gegen Reilly Opelka.

Alex de Minaur behauptet sich im Halbfinal gegen Reilly Opelka.

„Ich erwartete eigentlich einen der Gesetzten. Ich denke aber, dass er ist ein guter Spieler ist. Er ist einer der schnellsten auf der Tour und ich bin beeindruckt, was ich heute sah und freue mich, im Final auf ihn zu treffen. Soweit ich weiss, habe ich noch nie gemeinsam mit ihm auf dem Platz gestanden.“

...über die Frage, ob es heute schwieriger ist, als junger Spieler in die Weltspitze vorzustossen:

„Es gibt mehr professionelle Tennisspieler als früher. Deshalb ist es nicht mehr so einfach, in jungen Jahren schon den Durchbruch zu schaffen. Heute ist jeder von der Grundlinie gut. Deswegen brauchst du früher eine grössere körperliche Fitness. Aber die Spieler mit dem gewissen Etwas kommen auch heute durch die Mühle.“

...über seine guten Leistungen diese Woche in Basel:

Federer PK SF III

    

„Die Auslosung war hilfreich und ich habe schnell in den Tritt gefunden. Der gute Turnierstart ist dann einfach passiert. Ich habe seit längerem das Gefühl, dass ich gut drauf bin. Es hat in den letzten Turnieren immer gute Leistungen gebraucht, um mich zu schlagen. Indoor braucht es dafür nochmal etwas extra.“

...über seine ruhige Woche, in der er in nur 3:12 Stunden in den Final kam:

Federer PK SF I

   

„Das lag an Stan. Aber ich hatte tatsächlich auch abseits des Platzes eine total ruhige Woche. Ich konnte viel Zeit mit den Kindern verbringen und mich gut erholen. Es freut mich ausserdem, dass ich in diesen Tagen viele Schweizer Sportler getroffen habe. Das macht Spass und fühlt sich überhaupt nicht wie Arbeit an.“

...über die Kritik an aufschlagstarken Spielern wie Reilly Opelka:

Reilly Opelka gelang in Basel ein Weltrekord. Sein Erstrundengegner Christian Garin machte bei seinem Aufschlag nur sechs Punkte.

Reilly Opelka gelang in Basel ein Weltrekord. Sein Erstrundengegner Christian Garin machte bei seinem Aufschlag nur sechs Punkte.

„Ich liebe die „langweiligen Spieler“. Es ist wie ein Elfmeterschiessen, nur länger. Gibt es ein Ass? Nein? Dann halt das nächste Mal. Diese Spieler sorgen bei den Gegnern im Vorfeld für Albträume, sie können jederzeit jeden schlagen. Aber ich mag sie sehr, ich mag diesen Challenge, gegen sie zu spielen. Jeder hat seinen Weg, Matches zu gewinnen. Bei manchen ist es die Physis, bei anderen ist das der Service. Ich war im Halbfinal fast ein bisschen für Opelka.“

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