SChweizer Cup
Die Sensation war nahe, blieb aber für Concordia Basel aus

In der zweiten Cuprunde gestaltet der FC Concordia Basel sein Heimspiel lange ausgeglichen. Zur Halbzeit stand es gar 1:1 unentschieden. Am Ende setzt sich Servette jedoch klar mit 4:1 durch.

Riccardo Ferraro
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Mergim Ahmeti und Mihael Validzic geben alles im Zweikampf mit Kastriot Imeri.

Mergim Ahmeti und Mihael Validzic geben alles im Zweikampf mit Kastriot Imeri.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Mit einem lauten «Highway to Hell» wird der Mannschaftsbus der Genfer an diesem lauen Freitagabend empfangen. Auf der anderen Seite des Stadions erwacht der Concordia-Fanclub, bestehend aus lauter Junioren, und stimmt schon die ersten Fangesänge an. Beeindruckt scheinen die Spieler des siebenfachen Cupsiegers Servette nicht zu sein. Die Basler jedoch haben einen wichtigen Ausfall zu beklagen. Ihr Captain Seyfettin Kalayci ist am Aussenband verletzt und kann nicht mitspielen.

Präsident Thomas Steinemann lässt sich die Freude nicht nehmen:

«Das Wetter stimmt und der Rasen ist in sehr gutem Zustand. Es ist alles bereit für ein Fest.»

Als sich kurz vor Anpfiff die Tribünen langsam füllen, kann man tatsächlich von hervorragenden Bedingungen für dieses Spiel sprechen. Gleich zu Beginn zeigen die Hausherren, dass sie sich nicht verstecken wollen. Es ist der FC Concordia, der den ersten Torschuss verzeichnen kann. Immer wieder schafft es die Heimmannschaft sich aus dem Pressing der Genfer zu lösen.

Defensiv sind die Basler aufmerksam und verteidigen solidarisch. In der zehnten Minute darf Servette nach einem Foul von Denis Temelkov einen Freistoss von der linken Strafraumgrenze treten. Den scharfen Schuss kann Corsin Schüpbach nicht halten und Alex Schalk versenkt den Ball problemlos. So hatten sich die Basler das nicht vorgestellt. Beruhigt durch die Führung und mit der Klasse eines Super Ligisten, wird Servette stärker. Die grösste Chance hat in dieser Phase Alex Schalk. Er läuft alleine aufs Gehäuse von Schüpbach zu und schiesst daneben.

Concordia versteckt sich nicht und spielt mit

Immer wieder kann auch Congeli offensive Nadelstiche setzten. Mehr noch – in der 19. Minute kommt Mergim Ahmeti an den Ball und lanciert Manuel Alessio. Dieser umkurvt den jungen Servette Goalie Edin Omeragic und gleicht das Spiel aus. In der Folge treffen beide Mannschaften noch je einmal den Pfosten und Goalie Schüpbach muss eine Doppelparade auspacken. Das Resultat bleibt trotzdem bis zur Pause beim 1:1.

Die zweite Halbzeit ist erst 90 Sekunden alt, als Ronny Rodelin Servette wieder in Führung bringt. Ruhig hat Servette diesen Angriff aufgebaut und eiskalt abgeschlossen. In den folgenden Minuten bleibt Rodelin ein Gefahrenherd für das Heimteam. Der FC Concordia lässt sich nicht unterkriegen und greift weiter an. Ihre Schüsse und Freistösse werden jedoch geblockt oder landen in den Händen von Omeragic. Servette schaltet zwanzig Minuten vor Schluss in den Verwaltungsmodus und ermöglicht es Congeli so, noch etwas mehr Druck aufzubauen.

Hier geht der Gast aus Genf früh in Führung. Doch kurz darauf schlägt Congeli zurück.

Hier geht der Gast aus Genf früh in Führung. Doch kurz darauf schlägt Congeli zurück.

Edgar Hänggi

Diverse Eckballchancen sind die Folge. Auch diese werden jedoch nur selten gefährlich. In der 80. Minute ist es dann wieder einmal Servette mit einem Angriff. Der sehenswerte Schuss von Schalk wird abgelenkt. Den folgenden Eckball klärt Concordia nicht gut und die daraus resultierende Flanke nickt eben dieser Schalk doch noch ein und stellt den Spielstand auf 3:1. Dabei bleibt es nicht.

Schalk krönt seinen Abend noch mit seinem dritten Tor in der 90. Minute. Trotz der drei Tore in der zweiten Halbzeit hat der FC Concordia dieses Spiel offen gestaltet. Die knapp 1000 Zuschauer, wovon zirka 50 das Spiel vom Parkhausdach vis-à-vis verfolgten, klatschen beim Abpfiff dankbar. Ein Höllenritt war es für die Genfer heute nicht. Der FC Concordia und sein junger Fanclub haben es jedoch sicht- und hörbar genossen.