Luxemburg ist wahrlich keine grosse Nummer im Handball. Trotzdem sorgten fast 2000 Fans für eine tolle Atmosphäre und die Spieler liessen sich inspirieren. 30:18 siegten die Schweizer und heizten so die Party weiter an. Nationaltrainer Rolf Brack, ein Mann mit Bundesligaerfahrung, sprach von «Gänsehautatmosphäre.»

Ein bisschen zuviel habe sich seine Mannschaft davon anstecken lassen. «Wir haben manchmal überpowert und dadurch ein paar Fehler zu viel begangen», erklärte er. Allerdings müsse seine Mannschaft gegen härtere Brocken als die Luxemburger wohl ein hohes Tempo anschlagen und dürfe sich dann trotzdem nicht mehr so viele Fehler erlauben. Das wird schon am Mittwoch der Fall sein, wenn es um 20 Uhr, erneut in der Schachenhalle in der WM-Qualifikation gegen Holland weitergeht.

Gegen Holland kommt es hart auf hart

Zweimal haben die Schweizer nun gegen Luxemburg gespielt, insgesamt mit 25 Toren Differenz gewonnen. Das ist in Ordnung, aber noch nicht viel wert. Wollen sie im nächsten Jahr tatsächlich wieder einmal an einer WM teilnehmen, müssen sie sich noch gegen Holland durchsetzen. Beide Teams haben zweimal Luxemburg geschlagen, nun zählt der direkte Vergleich aus den Spielen am Mittwoch und am Sonntag in Holland. Der Sieger spielt dann im Sommer in den Playoffs ums WM-Ticket.

Für eine Unterschrift ihrer Helden stehen die Zuschauer nach dem 30:18-Sieg gern Schlange.

Für eine Unterschrift ihrer Helden stehen die Zuschauer nach dem 30:18-Sieg gern Schlange.

Die tapfer kämpfenden Luxemburger waren für die soliden Schweizer kein Gradmesser. Stark spielte Torhüter Aurel Bringolf nach fünf Wochen Pause wegen einer Verletzung. Bester Schweizer war Bundesligaprofi Andy Schmid, der souverän Regie führte und mit sieben Toren mit Abstand der beste Schütze war.

Drei Tore steuerte der 21-jährige Aargauer Dimitri Küttel bei, der seit dreieinhalb Jahren bei den Kadetten Schaffhausen spielt. «Ich war nervös, zunächst verkrampft, es war schon sehr speziell, die Kollegen auf der Tribüne zu sehen», gab der Linkshänder zu. «Das war ein unglaubliches Erlebnis», sagte er strahlend. Auch Routinier Manuel Liniger genoss die Party. Noch lange nach Spielende belagerten Autogrammjäger die Spieler und die brauchten dabei mindestens so viel Energie wie im Match.