Trotz Nebel, Regen und tiefem, sulzigem Schnee gelang der Schweizer Startläuferin Selina Gasparin ein toller Auftakt. Bis zu ihrem letzten Schuss lag sie an der Spitze. "Nach dem ersten Fehlschuss habe ich den Faden verloren", sagte sie. Weil die Scheibe auch nach den drei Nachladern noch stand, musste sie in die Strafrunde und übergab schliesslich als Achte an ihre zehn Jahre jüngere Schwester Aïta.

Diese hatte unter den Bedingungen zu leiden: "Ich bin noch nie in so tiefem Schnee gelaufen", sagte die 18-Jährige. Als Folge kassierte sie ebenfalls eine Strafrunde und fiel auf den 14. Platz zurück. In dieser Ranglistenregion verblieben Ladina Meier-Ruge und Patricia Jost, die zufriedenstellende Leistungen zeigten und vor allem ohne weitere Strafrunde blieben. Das Rennen beendeten die Schweizerinnen auf dem 15. Platz (unter 18 Staffeln).

An der Spitze setzten sich die Ukrainerinnen durch, Schlussläuferin Wita Semerenko überquerte die Ziellinie mit komfortablen 45 Sekunden Vorsprung auf die Französinnen. Platz 3 ging an die Gastgeberinnen aus Deutschland.