Angst, dass der Regen, der an diesem Morgen auf das Chuenisbärgli prasselte, die Rennen in Adelboden vom Wochenende gefährden könnte, besteht keine. „Wir haben in den kalten Tagen eine super Grundpräparation der Piste erstellen können“, sagt OK-Präsident Peter Willen. „Der Hang wird bereit sein für die Fahrer.“ Trotzdem haben die Verantwortlichen des Internationalen Skiverbandes FIS den Zutritt zum Hangbefahren am Freitagmorgen, in welchem die Athleten jeweils die Beschaffenheit der Piste überprüfen können, eingeschränkt. Man will auf Nummer sicher gehen.

Wind bereitet mehr Sorgen als Regen

Leichte Sorgenfalten bereiten den Organisatoren eher die vorausgesagten Windböen. Weniger, weil dadurch die Rennen verfälscht werden könnten – in den technischen Disziplinen ist der Einfluss von Wind geringer als in Abfahrt und Super-G -, sondern vielmehr, weil eine Gefahr für die gewaltigen Zelte im Zielraum bestehen könnte. „Wenn man sich an den Sturm Lothar erinnert, weiss man, dass ein einziger starker Windstoss ausreichen kann, um viel Schaden anzurichten“, sagt Willen. Doch ein solches Schreckensszenario scheint eher unrealistisch. Zwar windet es in Adelboden, jedoch mässig.

Im Lager der Schweizer Fahrer nimmt man solche Wettereinflüsse gelassen. Ein Sturm aufs Podest ist von Carlo Janka und Co. in Adelboden sowieso nicht zu erwarten. Zu weit entfernt sind die Fahrer in den technischen Disziplinen aktuell von der Weltspitze. Bei Swiss-Ski wäre man schon zufrieden, wenn sich im Berner Oberland zwei, drei Athleten mehr für den zweiten Lauf qualifizieren würden, als sonst. Die Skination Schweiz ist im technischen Bereich tief gefallen – und ein Neuanlauf braucht Zeit.