NLB

Das erste Penaltyschiessen gleich gewonnen

Codey Burki (grün) mit einer der vielen ungenutzten Chancen für Olten.

Codey Burki (grün) mit einer der vielen ungenutzten Chancen für Olten.

Nach einem ereigniskargen Startdrittel, gab es in dem NLB-Spiel Olten gegen die GCK Lions dann doch noch einige Abschlüsse zu verfolgen. Die meisten davon verschossen die Oltner jedoch. Am Schluss reichte es Olten noch knapp für den Zusatzpunkt.

Erstmals musste der EHC Olten in dieser Saison in ein Penaltyschiessen – und entschied dieses nach einem 2:2 nach 65 Sekunden gleich für sich. Es war der erfolgreiche Schlussstrich unter eine Partie, welche die nur 2551 Zuschauer selten von den Sitzen riss. 

Schmalkost im Startdrittel

So musste EHCO-Statistiker Jan Lanz selber schmunzeln, als vor der ersten Pause die Schussstatistik am grossen Würfel in der Stadionmitte aufleuchtete. 4:5 Schüsse stand da Weiss auf Schwarz. «Habt Ihr etwa mehr gesehen?», flachste der für seine zuverlässigen Werte bekannte Zahlenmensch Richtung Medienplätze.

Nein, mehr gesehen haben auch wir nicht. Aber immerhin waren die neun Schüsse so etwas wie kleine, bescheidene Höhepunkte in einem Drittel, das über weite Strecken Eishockey-Schmalkost bot. Dabei hatte es für die Oltner eigentlich gar nicht so schlecht begonnen. Denn erst traf GC-Stürmer Lars Neher in der 5. Minute nur den Pfosten. Und nur eine Minute später brachte Philipp Wüst die Platzherren in Führung, als Nicola Brandi die erste Strafe der Partie verbüsste.

Zwei GCK-Einzelaktionen...

Brandi war es dann auch, der in der 9. Minute für den Ausgleich besorgt war – und zwar im Alleingang. Der 20-jährige Stürmer liess EHCO-Verteidiger Christopher Bagnoud mehr als nur drei Jahre älter aussehen, umspielt ihm elegant und liess Michael Tobler keine Chance.

Zwar steigerten sich die Oltner im zweiten Drittel, schraubten das Schussverhältnis mit 13:7 in fast schon astronomische Höhen und hatten einige gute Chancen. Doch der Reihe nach scheiterten Marco Truttmann (23.), Corey Ruhnke (25.), Shayne Wiebe (34.), Codey Burki (38.) und Adrian Brunner (38. und 40.) an Luca Boltshauser.

Prompt bekamen die Oltner die Quittung für ihre mangelnde Kaltblütigkeit. Denn bei ihrer einzigen gefährlichen Aktion gingen die Zürcher ini der 27. Minute in Führung. Und zwar wiederum durch eine Einzelaktion. Diesmal setzte sich der Kanadier Alex Nikiforuk gleich gegen drei Gegenspieler durch und sorgte dafür, dass die Zürcher das Mitteldrittel für sich entschieden.

...und zwei EHCO-Powerplaytore

Auch wenn sie im Schlussdrittel nicht mehr so viele Chancen verzeichneten (die grösste vergab Burki freistehend in der 53. Minute), so konnten sich die Oltner wenigstens auf ihr Powerplay verlassen. Denn wie schon den ersten nutzten sie auch den dritten GCK-Ausschluss zu einem Treffer – Codey Burki traf in der 47. Minute, als der Gäste-Topscorer Alexandre Tremblay die Strafbank drückte.

Um ein Haar hätte Alex Nikiforuk die Verlängerung noch vermieden, scheiterte er doch in der 58. und 59. Minute zweimal an Tobler. Und auch in der zusätzlichen Spielzeit hatten die GCK Lions die grösste Chance, als Atanasio Molina nach 64:55 freistehend zum Schuss kam, aber in Tobler ebenfalls seinen Meister fand. So gingen die Oltner erstmals in dieser Saison in eine Verlängerung – und gewannen diese mit 2:1. Während für den EHCO Feser und Burki trafen, liess sich Tobler nur von Nikiforuk bezwingen.

«Defensiv besser gestanden»

«Natürlich wären drei Punkte dringelegen», meinte Philipp Wüst, der ab dem zweiten Drittel den Platz von Diego Schwarzenbach in der ersten Sturmlinie eingenommen hatte. «Aber es ist nicht so einfach, gegen die GCK Lions zu spielen. Da haben einige Spieler National-League-A-Potenzial.»

Im Vergleich zum Visp-Match 48 Stunden zuvor an gleicher Stätte sah Philipp Wüst vor allem einen grossen Fortschritt: «Wenn man nur zwei Gegentore bekommen hat, ist das ein klares Zeichen dafür, dass man defensiv besser gestanden ist.»

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