Gymnaestrada

Eine Bellacherin und eine Bernerin geben den Takt an

Sandra Pauli und Petra Kölliker  . . .

Sandra Pauli und Petra Kölliker . . .

850 Turnerinnen und Turner tanzten in Lausanne nach der Pfeife von Petra Kölliker und Sandra Pauli. Die Bellacherin und Ittigererin waren bei der Gymnaestrada für die Technik und die Choreografie der Schweizer Grossgruppenvorführung verantwortlich.

Nach der letzten Vorführung flossen bei Petra Kölliker die Tränen. Auch Sandra Pauli zeigte sich gerührt. War es die Trauer, dass es nun zu Ende ist? War es die Erleichterung, dass alles reibungslos über die Bühne ging? «Es sind Freudentränen», antwortete Kölliker. Die Bellacherin und Sandra Pauli aus Ittigen waren bei der Gymnaestrada für die Technik und die Choreografie der Schweizer Grossgruppenvorführung verantwortlich. 850 Turner und Turnerinnen, davon zahlreiche aus der Region, tanzten auf der Lausanner Pontaise nach ihrer Pfeife.

Gymnaestrada in Lausanne 2

Schweizer Auftritt an Gymnaestrada

Der Schweizer Verband stellte die grösste Gruppe. Und als am Donnerstag der Vorhang fiel, hatten hinter den Kulissen die Gefühle Hochkonjunktur. Ein letztes Mal versammelten Kölliker und Pauli das 15-köpfige Leiterteam um sich, doch zu analysieren gab es nicht mehr viel. Es war Zeit, sich zu umarmen, Zeit für Emotionen und Zeit, sich zu bedanken. Zweimal präsentierte die Schweiz an der Gymnaestrada in Lausanne ihre Grossgruppenvorführung dem Publikum. Dieses verabschiedete sich bei den Beteiligten mit einer La-Ola-Welle und einer Standing Ovation.

Drei Jahre Vorbereitung

Auch Petra Kölliker und Sandra Pauli konnten die letzte Vorstellung geniessen. «Wir wussten, dass alles klappen würde», sagte Pauli. Drei Jahre der Vorbereitung hatten sie in dieses Projekt investiert. «Sport in der Schweiz» lautete das Motto. Sechs Blöcke bildeten die 35-minütige Show. Es ging um Turnen, Wintersport, Fussball, Leichtathletik, Brauchtum und Ballspiele. «Lausanne ist die olympische Hauptstadt, die Hauptstadt des Sports», sagte Kölliker, «das Motto der Show hat uns Lausanne quasi vorgegeben.»

Gymnaestrada in Lausanne 1

Gymnaestrada

Das Schwierigste sei gewesen, die Idee auf dem Rasen umzusetzen. Die einzelnen Blöcke sollten fliessend ineinander übergehen. Die Reaktion auf den Rängen zeigte: Es hat geklappt. Kölliker und Pauli haben Erfahrung im Orchestrieren von Grossgruppen. Bereits an der letzten Gymnaestrada in Dornbirn zeichneten sie für den Schweizer Auftritt verantwortlich. Ob sie in vier Jahren in Helsinki dieses Amt erneut ausfüllen, wollten sie offen lassen. Wohl ist noch nicht entschieden, ob die Schweiz dann wieder mit einer Grossgruppe antreten wird.

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