Unihockey NLA

Wiler-Ersigen beendet die Qualifikation auf Rang zwei und trifft in den Playoffs auf Uster

Matthias Hofbauer und Joel Krähenbühl bejubeln den Torerfolgt gegen Malans und den zweiten Qualirang.

Wiler-Ersigen schliesst die Qualifikation in der Unihockeymeisterschaft mit zwei Siegen auf Rang zwei ab und suchte sich im Wahlverfahren für die am Samstag, 2. März mit einem Heimspiel in Zuchwil (19.00) beginnenden Playoff-Viertelfinals im Modus «best of seven» das ihm auch rangmässig zustehende Uster (7.) als Gegner aus, auf das man schon im Vorjahr traf.

Mit einem Treffer in der letzten Sekunde schoss Marco Louis den SVWE am Samstag zum späten 3:2-Sieg gegen Alligator Malans und sicherte damit dem Serienmeister definitiv den zweiten Qualirang schon vor dem sonntäglichen Spiel gegen die Tigers.

Das Samstag-Spiel war nichts für schwache Nerven: Über 50 Minuten rannte der SVWE im Heimspiel gegen Alligator Malans dem ersten Treffer nach. Dieser hätte bereits in der Startphase mehrmals fallen können, ja müssen.

Erstes Spiel für Johnsson

Die Startphase gehörte nur dem Heimteam. Das Gehäuse von Malans-Goalie Wittwer wurde unter Beschuss genommen, doch dieser hielt dem Dauerbeschuss stand, profitierte allerdings auch vom Unvermögen der Gastgeber. Ein Pfostenschuss von Johnsson war da Beste, was aus der dominanten Startphase herausschaute. Der Schwede bestritt nach seiner Hüftoperation sein erstes Spiel in dieser Saison und konnte seine Gefährlichkeit einige Male andeuten, konnte aber auch nicht verbergen, dass er Physis noch einen beträchtlichen Rückstand aufweist.

Dennoch hätte Johnsson zum Matchwinner werden können, als er beim Stande von 2:2 in der 58. Minute zum Penalty anlief, mit seinem berüchtigten Zorro aber an Wittwer scheiterte.

Eine Willensleistung

Und so wurde dann halt Marco Louis zum Matchwinner, der vor dem durch die begeisternde Schlussphase toll mitgehende Heimpublikum den letzten Angriff mit einem präzisen Hocheckschuss nach 59:59 mit dem Treffer zum 3:2 abschloss.

Es wurde am Ende zur Willensleistung, dass dem SVWE doch noch die späte Wende gelang. Dabei gingen die Routiniers in Diensten der Berger-Truppe voran. Captain Tatu Väänänen erzielte mit einem Hammer in der 54. Minute das viel umjubelte erste Tor und nur drei Minuten später würgte Matthias Hofbauer den Ball zum 2:2 über die Linie.

Im Derby geht's um alles

Im Derby vom Sonntag ging es deshalb vor allem für die Langnauer um alles, brauchten sie den Derby-Sieg doch um den Gang in die Playouts zu verhindern. Lange schien es, als würden die Gastgeber an diesem Druck zerbrechen. Sie gerieten früh in Rückstand und kamen kaum in gefährliche Abschlusspositionen.

Doch in der Folge erhielten sie so etwas wie Schützenhilfe vom Kantonsnachbar. Wiler konnte aus einer Fünf-Minuten-Strafe keinen Profit ziehen. Johnssons Pfostenschuss war die einzige Ausbeute. Und als Topskorer Flühmann dann doch zum Anschlusstreffer traf (28.), vergab Johnsson wie schon am Vortag die Penaltychance zur neuerlichen Zwei-Tore-Führung.

Tigers in die Play-Outs verbannt

Doch vorerst konnte die Tigers davon nicht profitieren und als Mutter und Louis auf 4:1 erhöhten, schien die Sache gelaufen. Doch es sollte sich am Ende doch noch rächen, dass Wiler wie schon am Vortag zuviele Chancen liegen liess. Denn die Tigers, mit dem Messer am Hals, starteten in den letzten zehn Minuten eine fulminante Aufholjagd. Eine Triplette innerhalb von 68 Sekunden sorgte für den kaum mehr für möglich gehaltenen 4:4-Ausgleich.

Nun schnupperten die Gastgeber wieder an den Playoffs. Doch auch das verzweifelte Anrennen ohne Torhüter brachte nicht mehr den gewünschten Erfolg. Schon mit der Verlängerung waren die Tigers erstmals in der Klubgeschichte ins Playout verbannt, Bischofbergers Overtime-Siegtreffer für den SVWE war diesbezüglich bedeutungslos.

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