Handball NLB

Wohin geht die Reise des TV Solothurn?

Einige Ziele hat der TV Solothurn schon erreicht, das letzte fehlt noch.

Noch zwei Runden dauert die aktuelle Meisterschaft. Der TV Solothurn befindet sich derzeit auf dem siebten Rang. Gegen oben könnten die Aarestädter noch einen Platz gut machen, gegen hinten jedoch auch noch drei verlieren. Das kommende Spiel gegen Birsfelden wird den Weg weisen, wie der TVS die Saison abschliessen wird.

Möglichst bald den Ligaerhalt sichern, junge Spieler einbauen und fördern, und am Ende den sechsten Tabellenplatz erreichen. Dies waren die Zielvorgaben des TV Solothurn zu Beginn dieser Spielzeit. Für den finanziell kleinsten Verein der NLB waren dies ambitionierte, aber auch sehr realistische Ziele.

Ein Abstieg ist seit einigen Runden rechnerisch nicht mehr möglich und der Klassenerhalt damit gesichert. Mit Nico Eggimann, Dario Lüthi und Max Freiberg vom BSV Bern, Lars Hofer und Andri Kähr (HSC Suhr Aarau), Basil Zeltner und Fabio Brändle, die aus der eigenen Jugend stammen, konnte der TVS wiederum eine grosse Anzahl junger Spieler in den Kader integrieren. Viele davon übernahmen dann auch gleich tragende Rollen im Spiel der Ambassadoren. Zwei der drei Saisonziele sind also schon vor Ablauf der Meisterschaft erreicht.

Kleine Chance gegen vorne, grosse Gefahr von hinten

Ausstehend ist somit noch die abschliessende Platzierung. Seit mehreren Runden hält sich der TV Solothurn konstant auf dem siebten Rang, also genau in der Mitte der Tabelle. Mit dem schwierigen Programm gegen Leader Endingen, dem zweitplatzierten Stäfa und dem Dritten aus Möhlin gelang es den Aarestädtern nicht, sich von den Konkurrenten im Mittelfeld zu distanzieren. Somit ergibt sich im Saisonfinale eine derart enge Konstellation, dass der TVS vom sechsten bis zum zehnten Rang noch überall landen kann.

Mit zwei Siegen ist der siebte Platz sicher, es wäre sogar noch der sechste und damit das Erreichen des dritten Saisonziels möglich, falls die Kadetten Espoirs noch eines ihrer beiden Spiele verlieren. Ist es jedoch Solothurn, das eines der beiden Spiele verliert, dann fällt die Truppe von Trainer Marco Kurth auf den achten oder neunten Rang zurück. Im schlimmsten Fall – bei zwei Niederlagen – droht je nach Ausgang der Partien der direkten Konkurrenten sogar der Absturz auf den zehnten Tabellenplatz.

Zwei Spiele für die Ehre

Sportlich hätte diese Verschlechterung zwar keine Konsequenzen, aber vom Sportsgeist her, für den Stolz, und rein optisch, macht es sich natürlich wesentlich besser, im oberen Mittelfeld abzuschliessen. Und schliesslich liegen beide Gegner in den letzten zwei Runden absolut in Reichweite der Solothurner. Gegen Birsfelden hat der TVS in drei Saisons bisher immer gewonnen. Dies sollte mit dem jetzigen Personal auch im kommenden Auswärtsspiel im Baselland möglich sein.

Etwas zwiespältig sieht hingegen die Bilanz gegen den TV Steffisburg aus, den Gegner im Schlussspiel. Gegen die Berner ist die Statistik ausgeglichen. In den letzten beiden Saisons war es aber jeweils die Heimmannschaft, die am Ende triumphierte.

Vor dem Hintergrund, dass das letzte Spiel in Solothurn stattfindet, ist Solothurn deshalb auch in diesem Spiel leichter Favorit. Es liegt nun an den Spielern, sich für die sportlich letztlich unbedeutenden Duelle noch einmal zu motivieren und sich gebührend und mit Stolz aus der laufenden Meisterschaft zu verabschieden.

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