Die Meldung der Liga kommt am Donnerstag kurz vor Mittag. Im Wortlauf: «Fredrik Pettersson von den ZSC Lions wird wegen eines Checks von hinten gegen Maxim Lapierre vom HC Lugano in der 60. Minute des Playoff-Spiels der National League vom 25. April 2018 vorsorglich für das nächste Spiel (27. April 2018) gesperrt. Gleichzeitig wurde gegen Pettersson ein ordentliches Verfahren eröffnet.»

Das üble Foul des Schweden 2,5 Sekunden vor Ende des 6. Finalspiels hat damit Folgen. Pettersson ist in der Finalissima von morgen Abend gesperrt. Da der Schwede eine Matchstrafe kassiert hat, haben die ZSC Lions auch keine Chance, einen Rekurs einzulegen.

Der Check von Fredrik Pettersson gegen Maxim Lapierre

Die Frage ist nun: Ist die Absenz von Pettersson wirklich ein grosser Nachteil für den ZSC? Der Schwede ist zwar Topskorer und seine Leistungen im Viertelfinal (4:1 gegen Zug) und Halbfinal (4:2 gegen Bern) haben massgeblich dazu beigetragen, dass die Lions nun im Final stehen. Aber in diesem ist er ein Schatten seiner selbst. Pettersson hat kein einziges Tor erzielt – mehr noch: In einigen Spielen kassierte seine Linie gar entscheidende Tore.

Nun hat Trainer Hans Kossmann zwei Optionen: Entweder er lässt den Defensiv-Stürmer Pascal Pelletier spielen. Mit ihm haben die Lions das erste Finalspiel in Lugano gewonnen. Oder er setzt auf Linden Vey. Wobei der Kanadier zuletzt verletzt war (keine genaueren Infos).