Stadion-Renovation
Ums Joggeli herum soll eine neue Begegnungszone entstehen

Der St. Jakob-Park wird in den nächsten Jahren saniert. Eine neue Plattform ist geplant.

Céline Feller
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2001 wurde das Joggeli eröffnet - nun ist es seit längerer Zeit sanierungswürdig.

2001 wurde das Joggeli eröffnet - nun ist es seit längerer Zeit sanierungswürdig.

Keystone

20 Jahre hat das Joggeli mittlerweile auf dem Buckel. Langsam aber sicher kann es sein Alter nicht mehr verbergen. An diversen Stellen ist das Stadion in die Jahre gekommen, die Fassade bröckelt teils wortwörtlich. Dass es sanierungsbedürftig ist, erklärte schon Bernhard Burgener während seiner Zeit als Besitzer des FC Basel.

Während Burgener an einen Rückbau der Kapazität dachte, zeichnen sich nun andere Pläne ab. Am Montagabend wurden im Rahmen der 66. Generalversammlungen der Stadiongenossenschaft St. Jakob die wichtigsten Punkte vorgestellt, wie die «Basler Zeitung» am Dienstag schreibt.

Einmal rund ums Stadion - exklusive Muttenzerkurve

Bauliche Massnahmen sind vor allem an der Fassade, dem Dach und gewissen baulichen Elementen angedacht. Dies habe ein Gremium – welches sich aus dem Hauptmieter FCB, den Architekten Herzog & de Meuron sowie der Stadiongenossenschaft zusammensetzt – entschieden.

Die grossen Massnahmen werde es aber im Umschwung des Joggeli geben. So soll um das Stadion ein Begegnungsort entstehen. Dies kündigte Jacques Herzog bereits im Mai gegenüber «Telebasel» an. Eine Plattform soll rund ums Joggeli – exklusive der Muttenzerkurve – führen und gleichermassen Quartierbewohner sowie Fussballfans anlocken. Es soll ein Ort für die Menschen werden, eine Verbindungsstätte zwischen Stadt und Land, so Herzog im Mai. Ein Ort auch, der den veränderten Anforderungen entspreche. Heute würden viel mehr Frauen und Kinder an die Spiele gehen, entsprechend müssen auch die Verpflegungsangebote ausgebaut und angepasst werden.

Optisch soll sich die Plattform an der Joggelihalle und deren Dach orientieren. Die Plattform hat aber nicht nur den Zweck, Menschen bei einem gemütlichen Zusammensein vor und nach den Spielen zu vereinen.

Direkter Zugang für Gästefans in ihren Sektor

Sie soll auch als Abgrenzung dienen zwischen Heim- und Auswärtsfans. Die Gastfans sollen direkten Zugang vom Bahnanschluss in ihren Sektor erhalten und so nicht auf die Basler Fans treffen. Ein Problem, das schon länger ungelöst war, vor allem bei Partien, bei welchen sich feindlich gesinnte Gruppierungen treffen würden.

Die Ideen, die laut «BaZ» den Konzeptnamen «Stadion 2.0» tragen, sollen in den nächsten Monaten in ein Projekt gebündelt und dann auch über die Finanzierung beraten werden. Von einem zweistelligen Millionenbetrag für sämtliche Arbeiten ist die Rede.

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