Frauen Nati

Starke Defensivleistungen, offensiv noch mit Potenzial: Das sind die Noten der Schweizer Frauen zum 2:1-Sieg gegen Belgien

Hartnäckig in den Zweikämpfen: Coumba Sow rutschte wegen der Verletzung von Viola Calligaris in die Startelf und nutzte ihre Chance.

Hartnäckig in den Zweikämpfen: Coumba Sow rutschte wegen der Verletzung von Viola Calligaris in die Startelf und nutzte ihre Chance.

Beim 2:1-Sieg gegen Belgien zeigten die Schweizer Fussballerinnen vor allem als Team in der Defensive eine starke Leistung. In der Einzelkritik sind fast alle gut, Einzelne gar sehr gut. Nur eine Spielerin zeigte eher eine enttäuschende Leistung.

Gaëlle Thalmann (Torhüterin): Note 5

Beim Ausgleich chancenlos. Ansonsten fehlerlos. In der Schlussphase sorgte sie noch für ein Ausrufezeichen, als sie im eigenen Sechzehner die belgische Stürmerin aussteigen lässt. Spiel mit dem Feuer, aber es ging gut. Nicht nur im Tor, sondern auch im Dribbeln ist sie stark, die Westschweizerin.

Noelle Maritz (Rechte Verteidigerin): Note 5

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Starke Partie der Arsenal-Akteurin. Über ihre Seite liefen zwar die wenigsten Angriffe der Belgierinnen, doch das lag wohl nicht zuletzt an Maritz' Qualitäten. Ballsicher und zweikampfstark.

Lia Wälti (Innverteidigerin): Note 5

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Die Kapitänin zeigte eigentlich eine hervorragende Partie. In den letzten 20 Minuten wurde sie aber etwas nervöser und leistete sich das eine oder andere Fehlzuspiel, eines führte zum Anschlusstreffer der Belgierinnen. Lia Wälti scheint aber unverzichtbar im Kader der Schweizerinnen und meisterte ihren ungewohnten Job als Innenverteidigerin sonst bravourös.

Luana Bühler (Innenverteidigerin): Note 5,5

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Ausgezeichnete Defensivleistung der Spielerin von der TSG 1899 Hoffenheim. Sie verlor praktisch keinen Zweikampf. Gewann sowohl Kopfbälle als auch Dribblings und musste in der Vorwärtsbewegung sogar ein paar Mal regelwidrig gestoppt werden. Bitter für sie, dass sie sich in der Schlussphase wohl verletzte. Die Diagnose ist noch unbekannt, ihr linker Fuss sah jedoch alles andere als gut aus. Sie spielte die Partie noch zu Ende. Kämpferin! Und gute Besserung!

Eseosa Aigbogun (Linke Verteidigerin): Note 4,5

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Sie ist zwar schnell und flink. Ihre Gegenspielerin Elena Dhont war heute aber meistens schneller und flinker. Eseosa Aigbogun zeigte nicht ihre beste Partie und war der Schwachpunkt in der Schweizer Defensive. Beinahe jeder gefährliche Angriff der Belgierinnen lief über ihre Seite, jedoch ohne Torerfolg. Aigbogun zeigte heute ihre Qualitäten als Aussenverteidigerin vor allem in der Offensive, wo sie viele Nadelstiche setzte und beim ersten Schweizer Treffer mitwirkte. Trotzdem: Eher ein aufgerundeter 4,5 als Note.

Géraldine Reuteler (defensive Mittelfeldspielerin): Note 5,5

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Behielt in der hektischen Schlussphase als einzige mehr oder weniger die Ruhe. Überhaupt eine sehr abgeklärte Partie. Immer wieder mit klugen Zuspielen. Sorgt mit Gut dafür, dass die Schweizerinnen das Mittelfeld dominierten.

Malin Gut (defensive Mittelfeldspielerin): Note 5

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Sorgt mit ihrem tollen Weitschusstor für den optimalen Start. Ordnet das Spiel, als hätte sie die Erfahrung einer 30-Jährigen. Stark sind insbesondere die schnellen Seitenwechsel, sie behält den Ball fast nie zu lange, bis sie unter Druck gerät. In der zweiten Halbzeit etwas abgebaut.

Alisha Lehmann (Rechter Flügel): Note 5

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Am Anfang einige gute Rushes. Dann gelingt ihr lange wenig bis gar nichts. Und als man schon damit rechnet, dass sie gleich ausgewechselt wird, gelingt ihr ein prächtiges Tor mit einem strammen Schuss aus 25 Metern.

Ramona Bachmann (Spielmacherin): Note 4

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Zu Beginn viele Ballverluste – zu viele. Und bis zur Halbzeit immer ein bisschen zu viel Zauber anstatt den einfachen Ball zu spielen. Besinnt sich dann darauf, dass auch Kampf zum Fussball gehört. Gegen Ende in etwas defensiverer Rolle mit wertvollem Einsatz. Offensiv indes fast wirkungslos, mit Ausnahme einiger guten Flanken am Anfang.

Coumba Sow (Linker Flügel): Note 5

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Einzige Spielerin, die im Vergleich zur Partie in Kroatien neu in der Startaufstellung steht. Überzeugende Leistung. Setzt sich in den Zweikämpfen immer wieder durch und trägt viel dazu bei, dass Belgien lange nicht ins Spiel kommt. Darf sich durchaus noch mehr zutrauen.

Ana-Maria Crnogorcevic (Stürmerin): Note 4,5

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Offensiv gelingt ihr in ihrer Heimat Thun wenig. Doch sie hat auch sonst einen grossen Wert für dieses Team. Stopft immer wieder Löcher, ist mit unermüdlichem Einsatz unterwegs.

Irina Pando (eingewechselt für Alisha Lehmann): ohne Note

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Irina Pando wurde nach 68 Minuten für Alisha Lehmann ins Spiel gebracht. Sie war zu kurz im Spiel für eine Bewertung.

Riola Xhemaili (eingewechselt für Ramona Bachmann): ohne Note

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Die 17-jährige Riola Xhemaili kam erst in der Nachspielzeit für Ramona Bachmann ins Spiel. Keine Bewertung möglich.

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