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Der FC Basel erkämpft sich vor seinen Fans ein knappes 1:0 gegen St.Gallen

Seit 2017 kann der FC Basel wieder ein Heimspiel gegen St.Gallen für sich entscheiden. Lange mussten die Fans im Stadion warten, bis sie das erste Mal jubeln dürfen. Am Ende dürfen sie sich auch über das fünfte Spiel in Folge ohne Niederlage freuen.

Esteban Waid
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Ein Anblick der Hoffnung macht. 100 Zuschauer waren bei der Partie im St. Jakob-Park zugelassen.
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Bei strömendem Regen finden sich die FCB-Spieler im Kreis zusammen und motivieren sich für die ungemütliche Aufgabe.
Torchancen sind zu Beginn des Spiels Mangelware. Zweikämpfe bestimmten das Geschehen, wie hier Lukas Görtler gegen Raoul Petretta.
Ein Bild, das den Anfang der Partie gut beschreibt: St. Gallen hat den Ball, der FCB versucht ihn zu erobern.
Raoul Petretta mit einer Grätsche. Der nasse Rasen lädt förmlich dazu ein.
Auch Amir Abrashi findet seinen Spass am nassen Geläuf. Hier muss Jeremy Guillemenot dran glauben.
Nicht nur der Regen trübt Patrick Rahmens Laune, auch die Vorstellung seiner Mannschaft bieter über lange Zeit nur wenige Lichtblicke.
Fabian Frei ist zur Halbzeit gut bedient. Er holt sich vor der Halbzeit eine Gelbe Karte wegen meckern und fehlt gegen YB.
Peter Zeidler ist einer der aktivsten St. Galler und wird von seinen Spielern ein ums andere Mal zur Weissglut gebracht.
Captain Valentin Stocker ist wie der Rest des Teams um Kontrolle bemüht.
Hier rutscht Arthur Cabral nach einer Hereingabe von Darian Males noch am Ball vorbei...
... später zappelt der Ball aber im Netz. Lawrence Ati Zigi ist zwar noch dran, kann die Führung aber nicht verhindern.
Rotblau jubelt und wieder waren es Stocker und Cabral, die einen FCB-Treffer herbeiführen.
Ein Bild, das es seit 2017 nicht mehr gab. Der FC Basel gewinnt zu Hause im St. Jakob-Park gegen St. Gallen.

Ein Anblick der Hoffnung macht. 100 Zuschauer waren bei der Partie im St. Jakob-Park zugelassen.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Das Spiel: Es ist eine gefühlte Ewigkeit her, dass im Basler St.-Jakob-Park das letzte Mal Zuschauer zu hören waren. Und diese Ewigkeit braucht es auch, bis sie sich das erste Mal über einen Treffer freuen können. Lange zeichnet sich das Spiel gegen St.Gallen vor allem durch fehlende Highlights aus.

Dafür werden die Zweikämpfe umso intensiver geführt. Schiedsrichter Sandro Schärer lässt die Partie an der langen Leine laufen und pfeift nicht jeden Körperkontakt sofort ab. Immerhin darüber können sich die 100 anwesenden Zuschauer freuen. Die beste Gelegenheit der ersten Hälfte gehört den Baslern. Valentin Stocker versucht es aus der zweiten Reihe mit einem Flachschuss. Der Ball klatscht aber nur an den Aussenpfosten.

Für kurze Aufregung sorge Pajtim Kasami, der im Strafraum gefoult wird. Sandro Schärer entscheidet zu Recht auf Foul und zeigt auf den Punkt. Der Ball war aber in der Aktion davor bereits im Toraus, weswegen der VAR eingreift und der Pfiff zurückgenommen wird.

Das grosse Highlight für die Fans kommt erst in der zweiten Halbzeit. Der FCB kommt gut aus der Kabine und belohnt sich dafür in der 67. Minute. Artur Cabral behauptet den Ball auf der linken Seite. Ein einfacher Doppelpass mit Valentin Stocker reicht aus, dass Cabral vor dem St.Galler Tor auftaucht und den Ball ins lange Eck schiesst. Goalie Lawrence Ati Zigi ist zwar noch dran, kann die Basler Führung aber nicht mehr verhindern.

Die knappe Führung hat auch bis zum Schluss bestand, weil St.Gallen nicht dazu kommt, die Angriffe konsequent zu Ende zu spielen. So bleibt der FCB auch im fünften Spiel unter Patrick Rahmen ohne Niederlage und kann seit 2017 auch wieder ein Heimspiel gegen St.Gallen gewinnen.

Die Besten: Wie gegen Lausanne war es wieder die Verbindung zwischen Arthur Cabral und Valentin Stocker, die den Unterschied gemacht hat. In einer Partie ohne viel Torchancen war es die Koproduktion dieser beiden, die die Basler Führung herbeigebracht hat. Es ist das vierte FCB-Tor in Folge, an dem nur die beiden beteiligt waren.

Das gab es zu reden: Trotz der langen Leine des Schiedsrichters Sandro Schärer stand dieser ein Mal im Mittelpunkt des Geschehens. Gerade als Amir Abrashi einen Abpraller auf das Tor bringen wollte, pfeift Schärer die erste Halbzeit ab. Das sorgt für erhitzte Gemüter beim FC Basel. In den anschliessenden Diskussionen sehen Fabian Frei und Arthur Cabral die gelbe Karte. Für Frei hat das Folgen: Er wird dem FC Basel am kommenden Samstag gegen YB nicht zur Verfügung stehen.