Super League
Pleite in letzter Sekunde: Der FC Basel verliert gegen Schlusslicht Vaduz mit 1:2

Der FC Basel bleibt wieder einmal punktlos zurück. In der letzten Minute stürzen die Gäste aus Vaduz den FCB ins Unglück. Für Aufregung sorgt aber vor allem eine rassistische Aussage, die die TV-Mikrofone eingefangen hatten.

Esteban Waid
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Aldo Kalulu ist ein früher Aktivposten im Spiel der Basler, bleibt aber ohne Glück, wie bei seiner dicken Chance in Halbzeit 1.
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Fabian Frei zeigt bis zum Schluss Einsatz. Sein erstes Ausrufezeichen bleibt aber eine Schubserei, mit der er sich eine Verwarnung einhandelt.
Ciriaco Sforza mit kritischem Blick. Den braucht er auch für die Analyse nach dem Spiel.
Luca Zuffi versucht den Ball aufs Tor zu bringen. Wie hier läuft es aber über die ganzen 90 Minuten. Die Gäste werfen sich in jeden Ball.
Drückt der Anfangsphase vor allem durch seine Härte in den Zweikämpfen den Stempel auf. Der ein oder andere Liechtensteiner lag wegen ihm vor Schmerzen am Boden.
Das ist kein Kopfball im Mittelfeld. Das ist der Moment, als Joël Schmied den Ball zum 1:0 ins Tor köpft. Kein Basler weit und breit. Was für ein Geschenk zu Ostern.
Auch aus einem anderen Winkel wird es nicht besser.
Danach ist jubeln bei den Gästen angesagt. Ihre erste Chance landet gleich im Netz.
Der neue alte Kapitän. Dass Valentin Stocker wieder die Binde tragen darf, weil Pajtim Kasami fehlt, macht ihn zur Halbzeit aber auch nicht glücklich.
Hereingabe in den Strafraum, Valentin Stocker steht bereit zum Einschieben. Aber Denis Simani ist vor ihm zu Stelle...
... und verfrachtet den Ball ins eigene Tor. Glück für Basel, die sich eine starke Phase vergolden. Es bleibt aber der einzige Glanzmoment des Abends.
Kaly Sene kam seit langer Zeit mal wieder zum Einsatz. Seine erste Aktion war ein taktischen Foul und zog eine gelbe Karte nach sich.
Kein Spieler in Rotblau kommt mehr dran. Auch wenn der FCB oft in den Strafraum vordringt. Richtig gefährlich wird es selten.
Der entscheidende Moment des Spiels, eine Minute vor Schluss. Yannick Schmid steigt höher als Ricky van Wolfswinkel.
Der Ball landet im Tor. Die Vaduzer jubeln und beschenken sich zu Ostern selbst mit drei Punkten.
Schluss im St. Jakob-Park. Der FCB verliert mit 1:2 nach der Nati-Pause und nähert sich immer näher an die gefährliche Zon ein der Tabelle an.

Aldo Kalulu ist ein früher Aktivposten im Spiel der Basler, bleibt aber ohne Glück, wie bei seiner dicken Chance in Halbzeit 1.

Claudio Thoma / freshfocus

Das Spiel: Lange Gesichter beim FC Basel, Feierlaune beim FC Vaduz. In der allerletzten Minute schockt das Schlusslicht der Super League den FC Basel. In der dritten Minute der Nachspielzeit steigt Yannick Schmid nach einer Ecke höher als sein Gegenspieler Ricky van Wolfswinkel. Heinz Lindner ist zwar noch dran, kann den Baller aber nicht mehr abwehren. Kurz danach ist Schluss. Vaduz gewinnt mit 2:1

Bereits in der ersten Halbzeit gehen die Liechtensteiner das erste Mal in Führung. Auch dieses Tor fällt nach einer Ecke. Joël Schmied steigt in der 37. Minute in die Luft. Den nächsten rotblauen Gegenspieler sucht man vergeblich. Völlig unbedrängt kann er per Kopf die Führung erzielen. Es ist die erste Chance der bis dahin harmlosen Gäste. Das Spiel war bis dahin vor allem durch Zweikämpfe und Emotionen geprägt. Die grösste Basler Chance vergibt bis dahin Aldo Kalulu. Eigentlich war Torwart Büchel schon geschlagen. Kalulu bekommt den Ball aber nicht am letzten Verteidiger vorbei.

Erst in der zweiten Halbzeit dreht der FC Basel auf und investiert mehr nach vorne. Eine starke Druckphase vergoldet sich die Mannschaft von Ciriaco Sforza in der 56. Minute mit einem Tor, auch wenn sie dieses nicht selbst erzielen. Bei einer flachen Hereingabe von Petretta steht Valentin Stocker, der überraschend wieder die Kapitänsbinde anhatte, frei zum Einschieben. Denis Simani greift zwar ein, befördert den Ball dann aber ins eigene Tor. Glück für die Basler. Dass die Entscheidung am Ende nicht früher fällt, liegt vor allem am starken Heinz Lindner, der dreimal die erneute Gästeführung verhindert. In der Nachspielzeit muss er schliesslich hinter sich greifen, während euphorisierte Liechtensteiner ihren Sieg feiern, der am Ende sogar durchaus verdient war.

Das gab es zu reden: Für Aufregung sorgte ausnahmsweise mal nicht der schwache Fussball des FCB. In der ersten Halbzeit fingen die Aussenmikrofone des SRF eine rassistische Aussage gegen Aldo Kalulu ein, die an dieser Stelle nicht wiederholt werden soll. Wer diese Aussage getätigt hat, konnte nicht ermittelt werden. Das SRF distanzierte sich von dieser Aussage, da nicht auszuschliessen ist, ob ein Medienschaffender hinter der Aussage steht.

Der Beste: Wäre Heinz Lindner nicht dreimal zur Stelle gewesen, wäre der FCB schon früher in Rückstand geraten. Zweimal parierte er gegen Cicek. Einmal davon lief dieser alleine auf das Tor zu. Ein weiteres Mal ist er bei einem Abpraller von Di Gusto zur Stelle. Beim zweiten Gegentreffer ist sogar auch noch dran, kann ihn aber nicht parieren.