Sauer stiess Andy Murray auf, dass Verdasco offenbar die zehnminütige Hitzepause nutzte, um sich in der Garderobe mit seinem Coach zu besprechen, was gemäss Regeln nicht erlaubt ist. «Ich nahm eine Dusche, er ein Eisbad. Als ich aus der Dusche kam, waren sein Coach und ein spanischer Doppelspieler mit Fernando am Plaudern. Es ist nicht erlaubt, mit dem Coach zu sprechen, deshalb ging ich zum Supervisor und erzählte es ihm", schilderte Murray nach der Niederlage seine Sicht der Dinge. Verdasco wehrte sich gegen die Vorwürfe des Schotten und erzählte, dass er im Eisbad mit Marcos Baghdatis und dessen Coach gesprochen hatte, aber nicht mit seinem eigenen. Eine Aussage, die Murray zu einer sarkastischen Reaktion auf Instagram bewegte:

Murray ärgerte sich vor allem darüber, dass während dieser Pausen offenbar niemand da ist, der den Garderobenbereich kontrolliert: «Es handelt sich um eines der grössten Events der Welt. Wenn du Regeln hast, musst du schauen, dass sie eingehalten werden. Es ist nicht fair, wenn der eine Spieler mit seinem Coach reden kann und der andere nicht.»

Zwei Matchbälle abgewehrt

Trotz allem hatte sich Andy Murray zuvor im Arthur-Ashe-Stadion gegen das frühe Ausscheiden aufgebäumt. Im letzten Game erspielte er sich bei Aufschlag Verdasco fünf Chancen zum 5:5 und wehrte dazwischen die ersten zwei Matchbälle ab, ehe der Spanier sein Aufschlagspiel nach zwölf Minuten doch noch durchbrachte und das Spiel beendete.

"Ich hatte zu viele Ups and Downs in meinem Spiel"; sagte Murray, der im ATP-Ranking bis auf Position 382 abgesackt ist. In Flushing Meadows bestritt er sein erstes Grand-Slam-Turnier seit Wimbledon 2017, dementsprechend gering waren seinen Erwartungen vor Beginn des Turniers gewesen.

Anfang des Jahres hatte sich der ehemalige Weltranglisten-Erste aus Schottland einer Hüftoperation unterziehen müssen. "Wenn alles gut läuft, bin ich überzeugt, dass ich dereinst wieder um die grossen Titel mitspielen kann."

Klarer Sieg für Nadal, "Sister-Act" in der 3.Runde

Keine Probleme bekundete der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal. Der Titelverteidiger aus Spanien setzte sich in der Night-Session gegen den Kanadier Vasek Pospisil (ATP 88) in exakt zwei Stunden 6:3, 6:4, 6:2 durch und trifft nun auf den Russen Karen Chatschanow.

Unmittelbar vor Nadal kam Serena Williams ebenfalls zu einen problemlosen Sieg. Die 23-fache Grand-Slam-Siegerin gewann gegen die Deutsche Carina Witthöft 6:2, 6:2. In der 3. Runde kommt es nun zum grossen Duell der beiden Williams-Schwestern. Zum 30. Mal treffen Serena und Venus aufeinander, die Bilanz lautet 17:12 zugunsten der gut ein Jahr jüngeren Serena.