WTA Lugano

Aushängeschild Bencic in Lugano bereits ausgeschieden

Viel Grund zur Freude: Timea Bacsinszky bedankt sich nach einem starken Auftritt beim Publikum in Lugano

Viel Grund zur Freude: Timea Bacsinszky bedankt sich nach einem starken Auftritt beim Publikum in Lugano

Das WTA-Turnier in Lugano verliert gleich zum Auftakt ihr Aushängeschild. Die topgesetzte Belinda Bencic unterliegt in der 1. Runde 5:7, 2:6 gegen die Deutsche Antonia Lottner.

Völlig aus heiterem Himmel kommt die Niederlage Bencics nicht. Die Voraussetzungen waren nicht optimal, weil sie erst am Sonntagmittag von der langen Amerika-Tournee zurückgekehrt war und erstmals auf den europäischen, roten Sandplätzen spielte. Die topgesetzte 22-Jährige startete dann aber gegen die Nummer 182 der Welt hervorragend, nutzte jedoch eine Breakchance zur 4:1-Führung im ersten Satz nicht und geriet danach aus der Spur.

"Dieser Chance trauere ich nach, aber sonst kann ich über meine Leistung nicht allzu enttäuscht sein", stellte die WTA-Nummer 20 klar. "Ich habe nicht schlecht gespielt und fühlte mich eigentlich gut auf dem Platz." Die Qualifikantin Lottner, zu Juniorenzeiten eine Wegbegleiterin von Bencic und 2013 im Juniorenfinal des French Open unterlegen, habe "sehr, sehr stark" gespielt und den Sieg verdient.

Lottner trat mit zunehmender Spieldauer frecher und druckvoller auf. Nach knapp eineinhalb Stunden vergab sie noch die ersten zwei Matchbälle, ehe sie beim dritten mit einem Vorhand-Winner reüssierte und den grössten Erfolg ihrer Profikarriere perfekt machte. "Enttäuscht bin ich einfach, weil es mein Heimturnier ist", bedauerte Bencic, die im Doppel noch im Einsatz steht.

Immerhin erhält sie nun nach anstrengenden Wochen ein bisschen Erholung, bevor sie in der Woche nach Ostern in Stuttgart ihr nächstes Turnier spielt. Sie verzichtet deshalb auch auf die Reise zurück in die USA für das Fed-Cup-Aufstiegs-Playoff.

Vögele und Bacsinszky überzeugend

Dem Turnier in Lugano kam zwar das Aushängeschild abhanden, zuvor war der Tag im TC Lido bei endlich etwas Sonne aber optimal verlaufen. Nach Viktorija Golubic am Montag gewannen auch Timea Bacsinszky und Stefanie Vögele ihre Auftaktpartien. Einzig die 20-jährige Walliserin Ylena In-Albon verlor bei ihrem Debüt auf der WTA Tour in einem Hauptfeld.

Da Golubic und Vögele im Achtelfinal am Mittwochnachmittag aufeinandertreffen, steht mindestens eine Schweizerin im Viertelfinal. "Das ist natürlich sehr reizvoll", freute sich Vögele (WTA 97), die mit ihrer Leistung sehr zufrieden war. Sie setzte sich gegen die als Nummer 5 gesetzte und 44 Positionen vor ihr klassierte Französin Pauline Parmentier souverän in knapp eineinhalb Stunden 6:2, 6:4 durch. Die 29-jährige Aargauerin spielte in Lugano bereits vor einem Jahr stark und erreichte die Halbfinals. Sie war erst am Freitag aus Mexiko angereist und trat erstmals in diesem Jahr auf Sand an. "Mit zunehmendem Alter gelingt mir die Umstellung immer besser", stellte sie fest.

Timea Bacsinszky (WTA 112) liess zuvor in ihrer Erstrunden-Partie der 19 Plätze schlechter klassierten Deutschen Tamara Korpatsch keine Chance. Die 29-jährige Waadtländerin kämpft in Lugano noch um die direkte Qualifikation für das Hauptfeld des French Open und trifft im Achtelfinal auf die zurückgefallene zweifache Grand-Slam-Gewinnerin Swetlana Kusnezowa.

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