Das Turnier im US-Bundesstaat Ohio bleibt eines der vielen Überraschungen. Nach den kurzfristigen Forfaits von Rafael Nadal und Dominic Thiem sowie dem frühen Scheitern diverser Top-Spieler erwischte es im Halbfinal auch Titelverteidiger Novak Djokovic. Die Weltnummer 1 lag auf Kurs, ehe Medwedew im zweiten Satz 12 der letzten 14 Punkte gewann und damit für die Wende sorgte.

Dem 23-jährigen Russen gelangen 16 Asse und damit so viele wie keinem in diesem Jahr in einem Best-of-3-Match gegen Djokovic. Für Medwedew ist es bereits der dritte Finaleinzug im Lauf der nordamerikanischen Hartplatzsaison. In Washington (gegen Nick Kyrgios) und in Montreal (gegen Rafael Nadal) blieb ihm der Turniersieg allerdings verwehrt.

Im ersten Halbfinal hatte David Goffin gegen Richard Gasquet 6:3, 6:4 gewonnen. Medwedew und Goffin waren zuletzt in der 3. Runde von Wimbledon aufeinandergetroffen, als der Belgier in fünf Sätzen siegte. Für beide wäre der Titel eine Premiere an einem Turnier der zweithöchsten Kategorie.

Kusnezowa überrascht weiter

Auch im Turnier der Frauen gibt es eine Überraschungssiegerin, treten doch im Final Madison Keys und Swetlana Kusnezowa gegeneinander an. Kusnezowa, im Ranking auf Position 153 zurückgefallen, setzte ihren Lauf auch in den Halbfinals gegen Ashleigh Barty fort. Die Russin bezwang die French-Open-Siegerin klar mit 6:2, 6:4, womit Barty die Rückkehr an die Spitze der Weltrangliste verpasste. Im zweiten Halbfinal setzte sich Keys gegen ihre Landsfrau Sofia Kenin 7:5, 6:4 durch.