Seit seinem Sieg gegen Roger Federer im US-Open Achtelfinal ist der Australier John Millman auch den Schweizer Tennisfans ein Begriff. Im Glutofen von New York rang Millman den Maestro mit 3:6, 7:5, 7:6 und 7:6 nieder. Obwohl für den 29-Jährigen im Viertelfinal gegen den späteren Sieger Novak Djokovic Endstation war, schoss er in der Weltrangliste um 18 Plätze nach oben. ATP-Rang 37 ist für Millman nicht nur Karrierebestwert, das Ranking gewährt im auch Zugang zum Haupttableau grösserer Turniere wie den Swiss Indoors Basel. Dort schlägt er 2018 zum ersten Mal überhaupt auf. Neben Millman fungieren 22 weitere Tennis-Cracks auf der gestern veröffentlichen Entry List. Diese sieben Top-Stars wurden im Vorfeld vom Turnier verpflichtet:

Roger Federer (ATP 2): Der Titelverteidiger könnte sein Heimturnier zum neunten Mal gewinnen.

Juan Martin del Potro (4): Der argentinische US-Open-Finalist gewann 2012 und 2013 in Basel.

Alexander Zverev (5): Bekam als 17-Jähriger eine Wildcard und kehrt jetzt – vier Jahre später – zurück.

Marin Cilic (6): Als Federer 2016 verletzungsbedingt pausierte, gewann der Kroate das Turnier.

David Goffin (11) verlor in Basel schon ein Halbfinal und ein Final gegen Roger Federer.

Stefanos Tsitsipas (15) und Denis Shapovalov (34) scheiterten 2017 mit Wildcard in der Quali beziehungsweise im Achtelfinal. Jetzt sind die beiden Youngster gesetzt.

Über die Weltrangliste qualifizierten sich 16 weitere Spieler fürs Hauptfeld. Der French-Open Halbfinalist Marco Cecchinato (22), der Spanier Roberto Bautista Agut (26), die Franzosen Adrian Mannarino (32), Gilles Simon (39) und Jeremy Chardy (41), der Serbe Filip Krajinovic (33), der russische Youngster Daniil Medvedev (35), Swiss-Indoors-Dauergast Robin Haase (44) aus Holland, die beiden Deutschen Peter Gojowczyk (45) und Jan-Lennard Struff (50), Nicolas Jarry (46) aus Chile, der Südtiroler Andreas Seppi (47), Millmans Landsmann Matthew Ebden (48) und der Portugiese Joao Sousa (49).

Nach einem Jahr Pause wieder dabei ist Stan Wawrinka. Für den Romand gilt trotz des schlechten Rankings (ATP 88) eine Ausnahme. Weil Wawrinka vor einem Jahr noch Top-30 Spieler war, hat er Anrecht auf einen Startplatz bei ATP-500-Turnieren. Wegen Verletzungen ist auch 2018 mit kurzfristigen Absagen zu rechnen. Das Turnier beginnt am 20. Oktober. Vier Qualifikanten, vier Wildcards und ein Special Exempt ergänzen das Teilnehmerfeld.