Rafael Nadal liess gegen Gilles Muller (ATP 68) in der vermeintlich heiklen Fortsetzung nichts mehr anbrennen. Der Spanier machte das 0:3-Defizit vom Vortag rasch wett und siegte dann ungefährdet 7:6 (7:1), 6:1, 6:2. Sein nächster Gegner ist der Amerikaner Andy Roddick, der wegen eines Lochs auf dem zweitgrössten Platz auf Platz 13 ausweichen musste und den Spanier David Ferrer mit 6:2, 6:4, 3:6, 6:3 eliminierte.

Als der letzte Return von Ferrer ins Out segelte, schüttelte Andy Roddick ungläubig den Kopf und sog ein letztes Mal die "College-Atmosphäre" auf Platz 13 ein. Der Amerikaner nahm dann die Glückwünsche seines unterlegenen Widersachers entgegen und machte sich dann auf eine Ehrenrunde, bei der er jeden einzelnen Fan in der ersten Reihe abklatschte.

Dass sich Roddick in seinem ersten Spiel beim US Open ausserhalb des Arthur-Ashe-Stadiums seit neun Jahren auf einem Court wiederfand, wo weder das Hawk Eye noch eine Aufschlag-Geschwindigkeitsmessung installiert sind und knapp 600 Zuschauer Platz finden, war nicht beabsichtigt gewesen.

Ebenfalls problemlos erreichte Andy Murray die Runde der letzten acht. Der oft schlecht in die Partien startende Schotte beendete den erfolgreichen Lauf von Donald Young (ATP 84) mit 6:2, 6:3, 6:3. Murray war mit der tagelangen Warterei offensichtlich besser umgegangen als Young, der bei seinen ersten grossen Siegen gegen Stanislas Wawrinka und Juan Ignacio Chela viel (mentale) Energie verbraucht hatte. Nächster Gegner von Murray ist nun der Amerikaner John Isner, der mit 7:6, 3:6, 7:6, 7:6 den Franzosen Gilles Simon in den Tiebreaks zermürbte.

Im Frauen-Turnier stehen die Halbfinalistinnen fest: Samantha Stosur bezwang Vera Swonarewa 6:3, 6:3; Serena Williams hatte gegen Anastasja Pawljutschenkowa beim 7:5, 6:1 nur im ersten Satz Mühe; die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki kam gegen Andrea Petkovic beim 6:1, 7:6 (7:5) nach einer 5:3-Führung im zweiten Durchgang noch ins Zittern. Für die einzige Überraschung sorgte die Deutsche Angelique Kerber: Die Weltnummer 92 schlug in einem wahren Breakfestival (total 16!) die Italienerin Flavia Pennetta (WTA 22) mit 6:4, 4:6 (nach 4:2-Führung), 6:3. Die Halbfinals vom Freitag: Wozniacki - Williams und Kerber - Stosur.