Am French Open im Mai war sie nach der geplatzten Hochzeit mit Stargolfer Rory McIlroy ein Häufchen Elend und verlor prompt in der ersten Runde. Gut drei Monate später ist Caroline Wozniacki kaum wiederzuerkennen. Als Nummer 11 der Welt ist sie hinter Serena Williams die bestklassierte Spielerin in den Viertelfinals - und auf bestem Weg, zum zweiten Mal nach 2009 (Niederlage gegen Kim Clijsters) einen US-Open-Final zu erreichen.

In der Nacht auf Mittwoch machte sie mit der Italienerin Sara Errani kurzen Prozess. Die Bezwingerin von Venus Williams ist im WTA-Ranking nur drei Plätze hinter Wozniacki klassiert, konnte aber in 65 Minuten nur gerade ein Game gewinnen. Im Halbfinal ist die 24-jährige Dänin nun gegen Peng Shuai (WTA 39), die im Viertelfinal die Schweizerin Belinda Bencic ausschaltete, klare Favoritin.

Für die nächste (kleine) Überraschung sorgte Jekaterina Makarowa. Die russische Linkshänderin schlug nach der Weltnummer 8 Eugenie Bouchard auch die Vorjahres-Finalistin Viktoria Asarenka ohne Satzverlust. Die Weissrussin, die Anfang Jahr lange verletzt war, fällt nach dieser Niederlage aus den Top 20. Makarowa, aktuell noch die WTA-Nummer 18, trifft am Freitag in ihrem ersten Grand-Slam-Halbfinal auf Titelverteidigerin Serena Williams oder die Italienerin Flavia Pennetta. Williams hat mit der Russin noch eine doppelte Rechnung offen. Vor zwei Jahren unterlag sie Makarowa am Australian Open, vor zwei Tagen in New York im Doppel mit Schwester Venus.