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Trainer Marco Rose lässt die Borussia träumen

Gladbach-Trainer Marco Rose (rechts) nimmt Denis Zakaria in den Arm (Bild: key).

Gladbach-Trainer Marco Rose (rechts) nimmt Denis Zakaria in den Arm (Bild: key).

Mönchengladbach tritt am Samstag als Tabellenführer zum Spitzenkampf in der deutschen Bundesliga gegen Bayern München an.

Fussball. Marco Rose ist ein moderner Trainer: Pressing, Gegenpressing, Gas geben. Er hat Borussia Mönchengladbach weggeführt vom Ballbesitzfussball seines Vorgängers Dieter Hecking zu einem zielstrebigeren Spiel voller Dynamik und Intensität. Seine Handschrift ist schnell sichtbar geworden.

Doch der neue Trainer hat den Klub in gewisser Weise auch zurückgeführt. In die 70-er Jahre, ins Jahrzehnt der Fohlen. Meister 1970, 1971, 1975, 1976, 1977; Cupsieger 1973. Gestern wäre Hennes Weisweiler, der Baumeister von vier Titeln, 100 Jahre alt geworden. Da passt es wunderbar, dass die Gladbacher am Samstag im Spiel gegen den FC Bayern nun jene alten Zeiten hochleben lassen, in denen sie sich mit den Münchnern packende Duelle um die Bundesliga-Herrschaft lieferten.

Rose lässt die Fans im Borussia-Park träumen, es könne wieder werden, wie damals. In seinen zwei Jahren als Cheftrainer von Red Bull Salzburg führte er an 51 von 68 Spieltagen die Tabelle an. Jetzt ist seine Mannschaft seit sieben Runden Leader der deutschen Bundesliga. Sie geniesst Sympathien im ganzen Land. Aber natürlich auch in der Schweiz, die vier Stammspieler stellt in einer Achse von Yann Sommer über Nico Elvedi, Denis Zakaria bis zu Breel Embolo.

Nach drei unglücklichen Jahren auf Schalke hat Rose Letzteren wachgeküsst. Er lässt ihn mit Schwung aus dem vorderen Mittelfeld in die Spitze preschen. Fünf Tore stehen nach elf Bundesligaeinsätzen schon auf seinem Konto. Vor der Saison habe er mit Embolo ein richtig gutes Gespräch geführt, sagt Rose. Er habe darauf geachtet, ob der Spieler nur den letzten Verein als Ursache für seine Probleme betrachte oder auch Selbstkritik übe.

Offenbar war sich Embolo bewusst, dass auch er ein paar Dinge besser machen muss. Jetzt ist er heiss auf die Bayern und sagt: «Sie sind Weltklasse. Wir müssen auf einen Glanztag hoffen.» Und darauf, dass Roses Strategie weiter aufgeht.

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Autor

Markus Brütsch

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