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Transfergerüchte abseits des Rasens: Heuert Ex-FCB-Präsident Heusler bei Leverkusen an?

Bernhard Heusler will sich zu den Gerüchten nicht äussern.

Bernhard Heusler will sich zu den Gerüchten nicht äussern.

Erst im Sommer ist Bernhard Heusler als FCB-Präsident zurückgetreten. Jetzt gibt es Gerücht, dass der Basler bei Bayer Leverkusen auf der Wunschliste steht.

Ein wenig muss sich Bernhard Heusler vorgekommen sein wie in alten Zeiten. Das mag irgendwie absurd klingen, schliesslich ist sein Abschied von der Basler Bühne erst zwei Monate her. Und doch hat es etwas Wahres. Gerade eben ist Heusler aus den Ferien zurück, auch sein langjähriger Partner beim FC Basel, Georg Heitz, war eine Woche dabei. Es waren erholsame Tage. Ohne die Pflicht der ständigen Erreichbarkeit vor allem. Tage, wie sie Heusler und Heitz in den letzten Jahren nie kannten.

Und dann ist Heusler, 53, plötzlich und unvermittelt doch wieder im Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit. Es geht um die Bundesliga. Und damit bei einem Schweizer immer auch um eine Sehnsucht, nicht nur Spielern. Bayer Leverkusen soll an Heusler interessiert sein. Das schreibt die «Basler Zeitung» in ihrer Ausgabe vom Dienstag. Und berichtet von einem Zerwürfnis an der Spitze des Vereins nahe der Rheinmetropole Köln zwischen Geschäftsführer Michael Schade und Sportdirektor Rudi Völler.

Bayer Leverkusen dementiert die Gerüchte scharf, sie würden «jeder Grundlage entbehren». Und hält fest, dass Geschäftsführer Schade seinen Vertrag bis Juni 2018 erfüllt und dann in Pension gehe. Derweil möchte Heusler auf Nachfrage den Artikel nicht kommentieren.
Wie die Karriere von Heusler und Heitz dereinst weitergeht, ist zweifellos eine interessante Frage. Und logisch ist auch: Wer derart erfolgreich gearbeitet hat wie die ehemalige FCB-Führungscrew wird immer wieder Interesse auf sich ziehen. Schon im vergangenen Jahr war Heitz im Gespräch als Sportdirektor beim Hamburger SV.

Dass die Zukunft von Heusler und auch Heitz in der Bundesliga liegen könnte, ist keinesfalls verwegen. Eine Chance hätten sich beide sehr wohl verdient. Die Frage ist eher, ob sie diese als Duo erhalten. Bei Leverkusen wäre dies (zumindest vorerst) noch nicht der Fall. Dafür scheint der Klub geradezu ideal für den Einstieg in die Bundesliga-Welt. Finanziell potent dank dem Pharma-Giganten Bayer. Dazu ein eher ruhiges Umfeld und eine Mannschaft, die sich zuletzt im Sinkflug befand. Es wären jedenfalls andere – bessere – Aussichten als in einem Haifischbecken wie auf Schalke, in Hamburg oder bei Hertha BSC Berlin.

Im Gegensatz zu den meisten Spielern oder Trainern haben Heusler und Heitz keinen Agenten, der sich für sie aktiv um einen neuen Posten bemüht. Wer sich für die beiden interessiert, muss sich schon direkt melden. Eine andere Möglichkeit, mit der das kongeniale ehemalige FCB-Duo liebäugelt, ist, eine gemeinsame Firma aufzubauen. Um dann auf MandatsBasis für Fussballvereine zu arbeiten.

Eines aber ist klar: Über die letzten Jahre hat Deutschland immer wieder Schweizer Fussball-Talente erleben dürfen. Nun wäre es an der Zeit, dass dies auch auf Führungsebene geschieht.

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