Unihockey
Overtime in der Vorbereitung – nun ist es für das Basler Unihockey Team Zeit, aufzusteigen

Die Unihockeysaison für den Unihockeyklub Basel Regio beginnt am Wochenende mit zwei Heimspielen in Meisterschaft und Cup. Die Ziele und Hoffnungen auf den Aufstieg bleiben.

Riccardo Ferraro
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Am Ende der Saison will der Unihockeyklub Basel Regio endlich den Aufstieg bejubeln.

Am Ende der Saison will der Unihockeyklub Basel Regio endlich den Aufstieg bejubeln.

Bild: zVg

In den vergangenen zwei Saisons wollte der Unihockeyklub Basel Regio aufsteigen, doch zweimal stand ein unbezwingbarer Gegner auf dem Feld: die Pandemie. Sie liess es nicht zu, die beiden Saisons fertig zu spielen, und so finden sich die Basler Unihockeyspieler noch immer in der Nationalliga B wieder. Nicht, dass der Aufstieg vorher kein Ziel gewesen wäre, doch diesen verpassten sie damals noch auf sportlichem Weg.

«Es ist deprimierend, wenn der Aufstieg nicht auf dem Platz entschieden wird»,

sagt Dominic Mucha, der Sportchef des Klubs.

Der Dachverein Unihockey Basel Regio verbindet die Stammvereine Squirrels Ettingen, TV Oberwil, Griffins Muttenz-Pratteln und UHC Basel United und bildet somit die höchstklassierte Unihockeymannschaft in der Region. Um diese Ambitionen zu unterstreichen, soll nun endlich der Aufstieg in die Nationalliga A geschafft werden.

Eine gute Vorbereitung als Basis für den Erfolg

«Die Vorbereitung für die Saison war optimal. Wir haben gute Turniere gespielt und viele Spiele gewonnen», erzählt Mucha. Aufgrund der abgebrochenen letzten Saison startete das Team von Trainer Jami Herrala bereits im März mit der Vorbereitung. Der Schwerpunkt in der Vorbereitung war breit gefächert.

Christian Coray könnte diese Saison das Zünglein an der Waage sein.

Christian Coray könnte diese Saison das Zünglein an der Waage sein.

Bild: zVg

Um die lange Zeit bis zum Saisonstart nicht eintönig zu gestalten und etwas andere Trainingsreize zu setzen, trainierten die Spieler im Juli selbstständig. Davor und danach trainierten sie die taktischen und physischen Komponenten im Aussenbereich und, sobald wieder möglich, die Technik in der Halle. Zwei der Ausländer zogen sich vergangene Saison einen Kreuzbandriss zu. Der Verein wollte aber nicht mit verletzten Ausländern in die neue Saison starten – daher musste Mucha reagieren.

Hier war die Ungewissheit, die in der Pandemiezeit sowieso ihre Spuren hinterlässt, ebenfalls ein Faktor. «Wir mussten schauen, was überhaupt möglich ist», erzählt Mucha. Glücklicherweise kannte Herrala aus seiner Vergangenheit die drei finnischen Spieler Niklas Laurila, Yannick Lindroos und Toni Rintala. Aus diesem Grund brauchte es nicht einmal ein Probetraining.

«Uns war klar, dass, wenn wir sie holen können, wir alle drei zusammen verpflichten»,

stellt Mucha klar. Aufgrund der gemeinsamen Reise in die Schweiz und weil der Trainer die gleiche Sprache spricht, lebten sich die Finnen gut ein und brachten ihre Leistungen bereits auf den Platz.

Zum Start der Saison hat Herrala einen grossen und schlagfertigen Kader zur Verfügung. Neben den drei erwähnten Neuen stiessen noch ein weiterer Finne, Jimi Jokinen, sowie junge Nachwuchskräfte und der Schweizer Cyrill Suter zum Team.

«Der Trainer hat damit mehr Optionen, um ausgeglichene Linien aufzustellen, und es belebt den Konkurrenzkampf», erklärt Mucha die Kaderzusammensetzung.

Die Hoffnung auf eine sportlich beendete Saison

Nach der sehr langen Pause beginnt am Samstag die Pflichtspielsaison. Das Team von Herrala trifft um 17 Uhr zu Hause in der Sandgrubenhalle Basel auf die Red Devils aus Altendorf. Am Sonntag folgt bereits das erste Cupspiel gegen Virtus Wohlen. Das Ziel für die Saison ist klar, aber es gibt etwas, was sich die Basler noch mehr wünschen:

«Vor allem hoffen wir, dass die Saison durchgespielt werden kann und der Aufsteiger sportlich ermittelt wird»,

sagt Mucha. Ob es dann zum Aufstieg reicht, hängt von den Spielern ab. Eine zentrale Figur wird möglicherweise Torhüter Christian Coray werden. «Gerade wenn es dem Team einmal nicht so läuft, dürfte er entscheidend werden», erklärt Mucha und streicht die Professionalität des Spielers heraus.

Einziger Wermutstropfen in dieser Saison dürfte sein, dass es für einen Aufstieg nötig ist, Nationalliga-A-Teams zu schlagen. «Diese durften noch spielen, als wir es schon nicht mehr durften, und das ist vielleicht ein Nachteil für uns», begründet Mucha. Allen Widrigkeiten zum Trotz, am Ende der Saison soll der sportliche Aufstieg des Unihockeyklubs Basel Regio endlich feststehen.

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